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Haemato AG: Ein Dividendenklassiker

ARCHIV - ZUR KEYSTONE-SDA-MELDUNG ZU DEN ZUSAETZLICHEN ARZNEIMITTELN IM DETAILHANDEL AM DIENSTAG, 4. DEZEMBER 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -Medication and teas on the shelves of the Pharmacy Wyss in Baden in the Canton of Aargau, pictured on July 13, 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally) ....Medikamente und Tees stehen in Regalen in der Apotheke Wyss in Baden, aufgenommen am 13. Juli 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)....
Haemato AG: Spezialist für Generika und Parallelimporte von Arzneimitteln.Quelle: © KEYSTONE / GAETAN BALLY

Der Arzneimittelspezialist wächst und optimiert seine Geschäftsprozesse. Es gibt hohe nachhaltige Dividenden und nach der Kurserosion sind über sechs Prozent Rendite drin.

Von Georg Pröbstl*
am 07.12.2018

Vor zwei Jahren an dieser Stelle empfohlen und auf den ersten Blick kam die Aktie von Haemato AG per Saldo nicht vom Fleck. Allerdings: Rechnet man die hohe Dividende mit ein, so bringt der Titel doch einen Gewinn von 5,2 Prozent. Zum Vergleich: Der DAX hat im selben Zeitraum 11,0 Prozent an Wert verloren und Haemato-Aktionäre freuen sich so über eine Outperformance zum breiten Aktienmarkt von 16,2 Prozentpunkten.

Das übersehen viele Anleger: Die Dividenden sind die verborgene gewinntreibende Kraft im Hintergrund. Und da hat Haemato auch in Zukunft viel zu bieten. Die Gewinne legen zu und die Ausschüttung dürfte zumindest auf dem Niveau der letzten Jahre bleiben.

Die Geschäftsprozesse werden optimiert – der Gewinn steigt deutlich…

Denn beim Spezialisten für Generika und Parallelimporte von Arzneimitteln läuft es rund. In den ersten neun Monaten steigerten die Berliner ihren Umsatz zwar nur um 0,7 Prozent auf 212,8 Millionen Euro. Doch der Medikamentenkonzern setzt auf die Optimierung der Geschäftsprozesse und hat auch die Digitalisierung im Blick. So kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in den drei Quartalen um 35,7 Prozent auf 7,6 Millionen Euro. Der Periodenüberschuss sprang dabei um 51,3 Prozent auf 5,9 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr kündigt Firmenchef Uwe Zimdars einen Umsatz im Bereich des Vorjahres an und wegen der starken Gewinnentwicklung in den ersten drei Quartalen könnte das Jahresüberschuss von 7,0 auf 9,0 Millionen Euro oder von 0,32 auf 0,40 Euro je Aktie steigen. Und auch die mittel- bis langfristigen Perspektiven sind vielversprechend. So sagen Branchenkenner der Nische der Berliner mit Spezialpharmazeutika für Deutschland in den nächsten Jahren hohes Wachstum voraus. Dabei soll der Anteil dieser Pharmazeutika an den gesamten Ausgaben für Medikamente bis 2022 von derzeit etwa 30 auf knapp 40 Prozent zulegen.

… die Dividende dürfte nachhaltig hoch bleiben

Die Umsätze bei Haemato dürften damit weiter steigen und die genannten Optimierungen noch höhere Margen bringen. Für Anleger bedeutet das: Nicht nur der Gewinn dürfte in den nächsten Jahren weiter wachsen, sondern die Dividende zumindest stabil bleiben. Für 2018 auf jeden Fall sind wie in den Vorjahren 0,30 Euro Dividende je Aktie drin. Mit einer Rendite von 6,2 Prozent ist Haemato ein Dividendenklassiker und glasklar ein Wert zum Kaufen und liegen lassen.

Haemato AG

ISIN: DE0006190705

Gewinn je Aktie 2019e: 0,44 €

KGV 2019e: 11,0

Dividende 2018e: 0,30 €/6,2%

EK je Aktie: 3,46 €

EK-Quote: 64,5%

KBV: 1,4 

Kurs/Ziel/Stopp: 4,82/7,50/3,40 €


* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region ( Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +18,7 Prozent (DAX: +5,6 Prozent), 3 Jahre: +51,8 Prozent (DAX: +14,9 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +374,2 Prozent (Dax: +96,9 Prozent).

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