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Handelsgespräche
Handel: Keine Einigung zwischen USA und China

Trump und Jinping
 Quelle: Keystone .

Die Handelsgespräche zwischen den USA und China haben keinen Durchbruch gebracht. Stattdessen eskaliert der Handelskonflikt mit neuen Strafzöllen.

Veröffentlicht am 24.08.2018

Die ersten direkten Handelsgespräche zwischen den USA und China seit Anfang Juni haben keinen Durchbruch in dem eskalierenden Konflikt gebracht. Während des zweitägigen Treffens von Regierungsvertretern hatten sich die Nationen mit neuen Strafzöllen überzogen.

Man habe sich darüber ausgetauscht, wie «Fairness, Ausgewogenheit und Gegenseitigkeit in den wirtschaftlichen Beziehungen» erreicht werden könnten, teilte eine Sprecherin des Präsidialamts in Washington am Donnerstag mit. Dabei seien auch «strukturelle Probleme in China» angesprochen worden, darunter der Umgang der Volksrepublik mit geistigem Eigentum und Technologietransfer.

Die Gespräche seien aber «ehrlich und konstruktiv» verlaufen, teilte das chinesische Handelsministerium nach dem Besuch am Freitag mit. Beide Seiten vereinbarten demnach, für eine künftige Übereinkunft in Kontakt zu bleiben. Die Gespräche dauerten zwei Tage. Für die USA nahmen nach Angaben der Sprecherin Vertreter der mittleren Ebene teil.

Neue Importzölle

Während der Gespräche hatten die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt gegenseitig neue Importzölle von 25 Prozent im Volumen von je 16 Milliarden Dollar verhängt. Mit dieser neuen Eskalationsstufe werden nunmehr Abgaben auf Waren beider Seiten im Wert von jeweils 50 Milliarden Dollar fällig. Weitere Zölle sind zudem in Vorbereitung.

US-Präsident Donald Trump wirft China unfaire Handelspraktiken sowie Diebstahl geistigen Eigentums vor. Er hat damit gedroht, praktisch sämtliche China-Einfuhren in die USA im Volumen von mehr als 500 Milliarden Dollar mit Abgaben zu belegen.

In diesem Umfang importiert die Volksrepublik gar keine Güter aus den USA, so dass Beobachter andere Formen der Vergeltung für möglich halten. So könnte die Regierung in Peking US-Unternehmen in China stärker an die Kandare nehmen oder die Landeswährung Yuan weiter abwerten lassen, um heimische Exporteure zu stärken.

(sda/mlo)

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