1. Home
  2. Invest
  3. Handelsstreit sorgt für Ausverkauf in China

Börsenbeben
Handelsstreit sorgt für Ausverkauf in Asien

Nikkei
Börsenkurs in Tokio: Trump sorgt für Verkäufe in Asien.Quelle: Keystone

Die US-Zollpläne setzten am Mittwoch den Asien-Börsen zu. In China kam es zu einem regelrechten Ausverkauf.

Veröffentlicht am 11.07.2018

An den asiatischen Börsen haben Anleger wegen der neuen US-Zolldrohung im Handelsstreit mit China am Mittwoch das Weite gesucht. In Tokio ging der Nikkei-Index 1,2 Prozent in die Knie auf 21'932 Punkte.

Vor allem Aktien aus den Bereichen Schifffahrt und Maschinenbau gerieten unter Druck. An den China-Börse lagen der Shanghai-Composite sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen jeweils 2,6 Prozent im Minus.

200 Milliarden Dollar zusätzlich

US-Präsident Donald Trump erhöht im Handelsstreit mit China den Druck und will für weitere Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar zusätzliche Zölle erlassen. China bezeichnete die Pläne als absolut inakzeptabel.

In Asien steht nun die Angst vor einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums im Fokus der Investoren. «Wenn die USA nachlegen, dann braucht China verschiedene Instrumente um gegenzusteuern, und es wäre klug, sich gegen Abwärtsrisiken beim Wachstum abzusichern», sagte Marktstrategin Frances Cheung vom Handelshaus Westpac.

Hälfte der Ausfuhren in die USA betroffen

Sollten die USA ihre angedrohten Zölle im geplanten Umfang umsetzen, würde das bedeuten, dass rund die Hälfte der in die USA ausgeführten chinesischen Güter davon betroffen sei, betonte Ökonom Rajiv Biswas vom Broker IHS Markit.

(reuters/gku)

Anzeige