Einige grosse Hedgefonds setzen einem Medienbericht zufolge auf einen Rückgang des Yuans im Vergleich zum Dollar. So besitze Greenlight Capital Optionen, die sich bei einer Schwäche der chinesischen Währung auszahlten, berichtete das «Wall Street Journal».

Der Fonds Hayman Capital Management habe 85 Prozent seines Portfolios in Wetten gegen Yuan und Hongkong-Dollar investiert. Auch die Fondsmanager Stanley Druckenmiller und David Tepper hätten sich gegen den Yuan positioniert, berichtete das Blatt unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Langsames Wachstum

Die chinesische Währung ist unter Druck, weil die Wirtschaft der Volksrepublik so langsam wie seit 25 Jahren nicht mehr wächst, es an den Finanzmärkten starke Kursausschläge gibt und viel Kapital ins Ausland fliesst. Zudem hat die US-Notenbank die Leitzinsen wieder erhöht. Das lässt den Dollar steigen, weil amerikanische Anlagen attraktiver werden.

So hat sich etwa die schlechte Stimmung in Chinas herstellender Industrie auch im neuen Jahr nicht aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des chinesischen Wirtschaftsmagazins «Caixin» lag im Januar mit 48,4 Punkten den elften Monat in Folge unterhalb der kritischen Marke von 50. Der wichtige Frühindikator hat sich damit gegenüber dem Wert von 48,2 Punkten im Dezember nur leicht verbessert, wie das Blatt berichtete. Unterhalb von 50 Punkten ist von einer Kontraktion industrieller Tätigkeit auszugehen.

«Weiter auf der Talsohle»

«Jüngste makroökonomische Indikatoren zeigen, dass die Wirtschaft noch weiter durch die Talsohle wandert und die Bemühungen, Überkapazitäten abzubauen, gerade erst anfangen, Ergebnisse zu zeigen», sagte «Caixin»-Chefökonom He Fan. Vor allem der langsamere Rückgang neuer Aufträge habe den Index moderater ausfallen lassen.

Die chinesische Wirtschaft stehe angesichts anhaltender globaler Turbulenzen weiter enorm unter Druck, sagte der Ökonom. Die Regierung müsse die Entwicklung aufmerksam verfolgen und «proaktiv feinsteuern, um eine harte Landung zu verhindern». Auch müssten die laufenden Reformvorhaben vorangetrieben werden, um das Vertrauen am Markt zu stärken und die Intentionen der Wirtschaftslenker zu verdeutlichen.

(awp/sda/reuters/dpa/chb)

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