Die Deutsche Börse und die New Yorker Börse NYSE trommeln angesichts des Gegenangebots der Nasdaq für ihre geplante Fusion. Die beiden Börsenbetreiber kalkulieren mit höheren Kosteneinsparungen, was den Gewinn nach oben treiben sollte. So wollen sie den Zusammenschluss für die Aktionäre attraktiver machen.

Die Unternehmen rechneten statt mit 300 Millionen Euro jetzt mit Einsparungen, die "näher an 400 Millionen Euro" lägen, sagte NYSE-Chef Duncan Niederauer der "Financial Times". Niederauer soll nach der Börsenhochzeit den deutsch-amerikanischen Börsenbetreiber führen. Damit dieses Vorhaben gelingt, müssen aber die NYSE-Aktionäre mitmachen.

Näher an Nasdaq-Kalkulationen

Die US-Technologiebörse Nasdaq umgarnt die NYSE-Aktionäre mit dem Versprechen, höhere finanzielle Vorteile herauszuschlagen. Die Nasdaq hat sich mit der Rohstoffbörse IntercontinentalExchange verbündet, um die NYSE zu übernehmen. Der traditionsreiche Handelsplatz soll dann untereinander aufgeteilt werden. Das NYSE-Management wehrt sich gegen diese Zerschlagung.

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Mit den neuen Sparschätzungen käme das Gespann aus Deutscher Börse und NYSE nun nahe an die von der Nasdaq kalkulierten Synergien von 740 Millionen Dollar heran. Durch Einsparungen und mehr Geschäft kämen nun annähernd 730 Millionen Dollar heraus. Nach Angaben von NYSE-Chef Niederauer sollen die Aktionäre am 7. Juli über die Fusion mit der Deutschen Börse abstimmen.

(laf/awp)