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Schlappe
Home Capital erteilt Warren Buffett eine Abfuhr

Warren Buffett: Auch er kann nicht immer gewinnen. Keystone

Die Aktionäre von Home Capital stimmten gegen die Pläne von Berkshire Hathaway, ihre Anteile an der Firma auf 38 Prozent nahezu zu verdoppeln. Buffett hatte Home Capital vor einigen Monaten gerettet.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Die US-Investorenlegende Warren Buffett hat sich von den Aktionären des kanadischen Hypotheken-Finanzierers Home Capital eine Abfuhr eingeholt. 89 Prozent der Eigner stimmten gegen die Pläne von Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway, ihre Anteile auf 38 Prozent nahezu zu verdoppeln, wie Home-Capital-Verwaltungsratschefin Brenda Eprile am Dienstag auf einer ausserordentlichen Hauptversammlung bekanntgab.

Vor einigen Monaten war Buffett dem Hypotheken-Finanzierer in höchster Not zur Hilfe geeilt. Er stellte eine Kreditlinie über zwei Milliarden Kanadische Dollar bereit und erwarb für 400 Millionen Kanadische Dollar 20 Prozent an dem Unternehmen.

Zudem kündigte er an, seine Beteiligung nach einem positiven Aktionärsvotum aufzustocken. Doch der einflussreiche Aktionärsberater ISS empfahl den Anlegern, gegen die Anteilsaufstockung zu stimmen. Es sei nicht ersichtlich, wie dadurch zusätzliche Vorteile geschaffen würden.

Aktienkurs hat sich erholt

Home Capital war im Frühjahr nach dem Vorwurf, seine Investoren getäuscht zu haben, unter Druck geraten. Die Aktie stürzte ab, das Unternehmen bekam Liquiditätsprobleme.

Die im Juni getroffene Vereinbarung von Buffett und Home Capital sah vor, dass der Investor bei der Anteilsaufstockung 10,30 Kanadische Dollar je Aktie zahlt. Doch der Aktienkurs hat sich mittlerweile erholt, am Montag notierte sie bei rund 14 Kanadischen Dollar.

(reuters/gku/cfr)

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