Viele Anleger reiben sich verwundert die Augen. In den letzten acht Monaten hat sich der Kurs von Hornbach Baumarkt fast halbiert. Die Aktie kostet jetzt so viel, wie in der Rezession 2009 während der Finanzmarktkrise.

Wegen höherer Einkaufspreise und überproportional gestiegener Personal- und Sachkosten fiel zwar der Gewinn des Betreibers von 158 Bau- und Gartenmärkten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 per Ende Februar von 1,84 auf 1,29 Euro. Doch das Unternehmen wächst. So gab es im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 5,3 Prozent auf 4096 Millionen Euro. Sogar auf bereinigter Fläche – also ohne Flächenzu- oder -abgängen in den Märkten – gab es ein Umsatzwachstum von 4,2 Prozent.

Die Kosten kommen ins Visier

Und mit einem Umsatz von 2210 Euro pro Quadratmeter kletterte die Flächenproduktivität von Hornbach Baumarkt nicht nur auf den höchsten Stand seit dem Börsengang in 1993, sondern das Unternehmen sieht sich damit auch als der mit Abstand produktivste Baumarkt unter den zehn grössten Wettbewerbern Deutschlands.

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Firmenchef Steffen Hornbach will nun den gestiegenen Kosten den Garaus machen und die Produktivität erhöhen sowie die Konzernstruktur überprüfen lassen. Schon in diesem Jahr ist wieder mit steigendem Gewinn zu rechnen.

Eine lange Erfolgsgeschichte

Dann dürfte bei den Anlegern auch die Erfolgsgeschichte und fundamental günstige Bewertung des Unternehmens in den Fokus rücken: In den letzten zehn Jahren steigerte Hornbach Baumarkt den Umsatz um 52,5 Prozent, zumindest in den letzten 20 Jahren gab es kein einziges Verlustjahr, dafür nachhaltig hohe Dividenden – aktuell von 4,2 Prozent. Und: Die Aktie gibt es mit einem Abschlag von 50 Prozent zum Buchwert!

Die Aktie notiert auf der starken Unterstützung und psychologischen Marke von 15 Euro. Anleger setzen darauf, das es von dort zum schnellen Rebound kommt.

 

Hornbach Baumarkt AG

ISIN: DE0006084403

Gewinn je Aktie 20/21e: 1,80 €

KGV 20/21e: 9,1

Dividende/Rendite 18/19e: 0,68 €/4,2%

EK je Aktie: 33,60 €

EK-Quote: 45,7 Prozent

KBV: 0,5

Kurs/Ziel/Stopp: 16,35/27,50/11,20 €

 

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots seit Start im April 2010: +16,7 Prozent p.a. (DAX: +6,3 Prozent p.a.).

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