Weltweit wird die Nachfrage nach dem Edelmetall dieses Jahr um 15 Prozent auf 4127 Tonnen steigen, wie die HSBC-Analysten James Steel und Howard Wen in einer vom 14. Januar datierten Studie schreiben. Ihr bisheriges Rekordhoch erreichte die Nachfrage laut Daten des World Gold Council im Jahr 2011 mit 4582,3 Tonnen. Damals stieg der Goldpreis ebenfalls auf ein Rekordhoch und erreichte 1921,17 Dollar je Unze.

Vergangenes Jahr verzeichnete der Goldpreis erstmals seit 2000 das zweite Jahr in Folge einen Rückgang. Ein sinkendes Volumen bei mit Gold unterlegten börsennotierten Produkten, ein festerer Dollar und steigende Aktienkurse belasteten in dem Jahr den Goldpreis. Aktuell dürfte eine zunehmende Nachfrage aus Asien den Goldpreis in diesem Jahr stützen, nachdem er zeitweise neue Tiefs getestet hatte, hiess es in einer diese Woche veröffentlichten Studie von Barclays.

China und Indien treiben Nachfrage

«Die Nachfrage nach Gold in Form von Schmuck, Münzen und Barren ist 2014 von den aussergewöhnlich hohen Niveaus des Jahres 2013 gefallen», schrieben Steel und Wen. «Wir rechnen mit einer moderaten Erholung in diesem Jahr basierend auf der erwarteten Nachfrage aus China und Indien, wo die langfristige wirtschaftliche und demographische Entwicklung für eine steigende Goldnachfrage sprechen.»

Am Donnerstag wurde Gold am Kassamarkt 2,2 Prozent fester gehandelt bei 1255,40 Dollar je Unze. Seit Jahresanfang hat der Preis um sechs Prozent zugelegt. Steel und Wen rechnen für dieses Jahr mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 1234 Dollar je Unze, nach durchschnittlich 1265,93 Dollar im vergangenen Jahr.

(bloomberg/ise)