Nachdem sich mit dem Erfolg des Smartphone-Spiels «Pokémon Go» der Kurs der Nintendo-Aktie in knapp zwei Wochen mehr als verdoppelt hat, nehmen einige Anleger die Gewinne mit.

Das Papier rutschte am Mittwoch in Tokio um 12,6 Prozent auf 27’765 Yen ab. Heute dann beruhigte sich der Kurs und der Titel schloss 0,85 Prozent im Plus. «Auch Nintendo-Aktien brauchen mal eine Pause», sagte ein Aktienstratege von SMBC Nikko Securities der Nachrichtenagentur Bloomberg in Tokio. Am Dienstag machten An- und Verkäufe von Nintendo-Anteilsscheinen ein Viertel des Gesamthandels in Tokio aus.

Wertvoller als Sony

Die Nintendo-Aktie war von gut 14’000 Yen zum Start des Spiels auf knapp 32’000 Yen am Dienstag hochgesprungen, damit war Nintendo an der Börse zeitweise mehr wert als Sony.

Seit dem 6. Juli ist Pokémon Go in den USA kostenlos erhältlich. Es ist der erste Ausflug des «Wii»- und «DS»-Konsolenanbieters ins Geschäft mit Smartphone-Spielen. Inzwischen ist es in 35 Ländern verfügbar, darunter auch in der Schweiz. Der Erfolg des Spiels überraschte selbst Branchenkenner.

Japan bereitet sich vor

In den kommenden Tagen wird mit dem Start der App im «Pokémon»-Heimatland Japan gerechnet, wo noch einmal ein grosser Fan-Ansturm erwartet wird. Die Nintendo-Beteiligung Pokémon Company und der Spieleentwickler Niantic Labs hatten die Markteinführung dort bisher hinausgezögert, um die Server-Infrastruktur vorzubereiten.

Gut vorbereitet sind dagegen die japanischen Behörden. Das «National Center of Incident Readiness and Strategy for Cybersecurity» hat einen Flyer veröffentlicht, der die Japaner auf die Gefahren von Pokémon Go hinweist. Wie das Internetportal Mashable schreibt, sollen Spieler etwa auf das Wetter achtgeben, beim Gehen aufmerksam sein und keine Fremde treffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Screenshot

(awp/sda/jfr)

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