Nach Signalen mehrerer Währungshüter stellen sich die Märkte verstärkt auf eine US-Zinserhöhung schon im März ein. Reuters-Daten vom Mittwoch zufolge taxieren Händler die Wahrscheinlichkeit auf eine Anhebung bei der Sitzung der amerikanischen Notenbank Mitte des Monats auf knapp 57 Prozent.

Noch zu Wochenbeginn waren die Chancen dafür nur auf 31 Prozent eingeschätzt worden. Bislang waren viele Experten eher davon ausgegangen, dass die Federal Reserve noch bis Mai oder Juni mit einer Anhebung warten würde. Dann dürften sich die Folgen der Wirtschaftspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump besser abschätzen lassen.

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Rückenwind für die US-Wirtschaft

Laut dem einflussreichen Fed-Vertreter William Dudley wird die US-Wirtschaft durch die geplanten Investitionen und Steuersenkungen der neuen Regierung wohl einen weiteren Schub bekommen. Seine grösste Sorge sei, dass die Konjunktur über einen zu langen Zeitraum heisslaufen könne.

Dudleys Kollege vom Fed-Ableger in San Francisco, John Williams, erklärte, bei der Notenbank-Sitzung im März sollte eine Zinserhöhung ernsthaft erwogen werden: «Ich sehe persönlich keinen Grund, sie noch hinauszuschieben.»

Signal an die Märkte

Der Ökonom Thomas Simons von der Investmentbank Jefferies interpretiert die Äusserungen als ein deutliches Signal an die Märkte: «Es sieht nach einer abgestimmten Aktion der Währungshüter aus, die Erwartungen für eine Anhebung im März zu erhöhen.»

Mit Spannung wird nun die Rede von Fed-Chefin Janet Yellen am Freitagabend (MEZ) in Chicago erwartet, in der sie sich zu den Wirtschaftsaussichten äussern will. Angesichts der rund laufenden Konjunktur hat die Fed im Dezember die Zinsen auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent erhöht und drei weitere Schritte für 2017 ins Auge gefasst.

Yellen will kein Datum festsetzen

Yellen hat signalisiert, dass die Zinsen wohl bald weiter steigen werden. Auf einen Zeitpunkt wollte sie sich jedoch zuletzt nicht festlegen, auch wenn sie eine Anhebung im März nicht ausschloss.

(sda/mbü/jfr)