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Der irrationale Sog der Zürcher Bahnhofstrasse

Die Zürcher Bahnhofstrasse ist ein exklusiver Ort: Der Wert der 114 Liegenschaften an der Shoppingmeile wird auf 14 Milliarden Franken veranschlagt. Und die Preise steigen weiter.

Von Marcel Speiser
am 19.11.2014

Nun leuchtet «Lucy» wieder über der Bahnhofstrasse. Die Weihnachtsbeleuchtung soll die wichtigste Einkaufsstrasse der Schweiz in festliches Licht tauchen und die mehr als 100'000 Passanten pro Tag zum Geldausgeben animieren. Für die 140 Läden auf den 1400 Metern zwischen Hauptbahnhof und See beginnen die wichtigsten sechs Wochen des Jahres. Im Weihnachtsgeschäft erwirtschaften Warenhäuser und Boutiquen zwischen einem Viertel und der Hälfte des Jahresumsatzes.

Die Bahnhofstrasse vereinigt alle Extreme im Schweizer Detailhandel auf sich: Keine Lage ist begehrter, teurer und umsatzträchtiger. Nirgends sind die bezahlten Mieten höher und die realisierbaren Ablösesummen exorbitanter. Um die raren Flächen wird eifrig Monopoly gespielt. «Rational erklärbar ist das für einen Normalsterblichen nicht», sagt Immobilienprofi Marc-Christian Riebe von Location Group.

Ganz anders als im Rest der Schweiz

Die Verbindung zwischen See und Bahnhofstrasse ist auch sonst aussergewöhnlich. In der Schweiz würden die Mieten für Detailhandelsflächen sinken, stellt Robert Hauri von SPG Intercity fest. «Mit einer Ausnahme: der Bahnhofstrasse.» Zuletzt sei an der Zürcher Shoppingmeile bloss das Wachstum kleiner ausgefallen als früher.

Erfahren Sie in der oben stehenden Bildergalerie mehr über die teuersten Schweizer Einkaufsstrassen.

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