Soldaten sieht man auf Phuket derzeit fast keine mehr, Strassenschlachten gibt es auch nicht. Dennoch lahmt das Geschäft von Claude Wagner, Partner beim Immobilienvermittlung Engel & Völkers in Thailand. Aufgrund der politischen Tumulte in Bangkok schrecken viele Westler vor dem südostasiatische Land zurück.

Längst haben die politischen Streitigkeiten die Wirtschaft getroffen. Die Notenbank geht mittlerweile nur noch von einem Wachstum von 1,5 Prozent für 2013 aus - wenig für ein Schwellenland. Das trifft auch den Immobilienmarkt. In Bangkok hat der Abschwung den rasanten Preisanstieg der vergangenen Jahre für Wohnungen und Häuser gestoppt. Und auch das Interesse an Ferienimmoblien ist während der Krise gesunken.

Eigentümer wollen nicht mit Verlust verkaufen

Nicht aber die Preise. «Trotz der aktuell geringeren Nachfrage von Ausländern gehen die Preise für Ferienimmobilien nicht runter», sagt Wagner. «Die Eigentümer rechnen mit einer Verbersserung der Lage und wollen nicht mit Verlust verkaufen.» Auch Surachet Kongcheep, Analyst beim Immobiliendienstleister Colliers sagt, dass sich Preise im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert hätten.

Anzeige

Wessen Ferienhaus in Thailand eine rentable Geldanlage sein soll, muss sich abseits der bekannten Domizile umschauen. Der Chef des Immobilien-Dienstleisters CBRE-Thailand, David Simister, empfiehlt den Ort Laem Mae Pim, 250 Kilometer südöstlich von Bangkok. «Die Preise sind dort nur ein Bruchteil im Vergleich zu jenen im nahegelegenen Pattaya», sagt er.

Mehr zum Thema und die wichtigsten Tipps zum Immobilienkauf in Thailand lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», jetzt am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.