Die Spannung um das Ergebnis 2007 von Meyer Burger ist hoch. Schliesslich handelt es sich beim Hersteller von Spezialsägen zur Trennung von Silizium (v.a. für die Solarindustrie) um den Überflieger des vergangenen Jahres an der SWX. «Ich erwarte, dass sich der Umsatz mehr als verdoppelt hat und dass Meyer Burger auch bei der Ebit-Marge nochmals deutlich zulegen konnte», schätzt Thomas Germann, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB). In Zahlen bedeutet dies eine Steigerung von 8,2 auf über 12%, die vor allem auf zusätzliche Effizienzgewinne zurückzuführen sei.

Angesichts der vollen Auftragsbücher scheinen die Aussichten auch für 2008 positiv. Zudem ist die Nachfrage aus der Solarbranche ungebrochen und könnte gar, aufgrund von Subventionskürzungen in den wichtigen Märkten Deutschland und Spanien ab 2009, im laufenden Jahr nochmals Schub erhalten. Für Germann sind die Meyer-Burger-Titel, vor allem nach der Korrektur um gut 37% seit dem Allzeithöchst, weiterhin ein Kauf. «An der guten Ausgangslage hat sich nichts geändert und die Titel sind wenig konjunktursensitiv.» Optimistisch ist auch Goldman Sachs, während die Analysten von Helvea die Titel auf «Halten» setzen und Merrill Lynch gar einen Verkauf empfiehlt.

Beim Verpackungsmaschinenhersteller Bobst ist die Spannung nach der Mitte Februar bekannt gegebenen Umsatzsteigerung um 8,7% auf 1,74 Mrd Fr. geringer. Erwartet wird in sämtlichen Segmenten ein positiver Ebit-Beitrag, nachdem noch im Vorjahr im Bereich Folienverpackungsmaschinen ein Verlust präsentiert wurde. Ebenfalls deutlich zulegen dürfte der Betriebsgewinn bei den Falt- und insbesondere den Wellkartonmaschinen.

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Zusammen mit dem hochmargigen Servicegeschäft stellt ZKB-Analyst Armin Rechberger eine Margensteigerung um 1,1 Punkte auf 8,6% und einen Gewinn von 109 Mio Fr. in Aussicht. «Insgesamt erwarte ich keine grossen Überraschungen», so Rechberger. Neben den intakten Aussichten erscheint Bobst auch als Renditewert interessant: Die Dividendenrendite wird auf gut 4% geschätzt. Hinzu kommt ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von 250 Mio Fr. Die Mehrheit der Analysten hat Bobst auf «Kaufen».

Kapazitätsgrenze

«Nachdem Schlatter einen Umsatz von 240 Mio Fr. veröffentlicht hat, sollte auch die angestrebte Ebit-Marge von 4% erreichbar sein», ist Vontobel-Analyst Patrick Rafaisz überzeugt. Zudem dürfte, dank zahlreicher Aufträge, die in den nächsten zwölf Monaten abgewickelt werden, das Wachstum für 2008 gesichert sein. «Aufgrund der begrenzten Kapazitäten wird es aber nicht mehr so hoch ausfallen wie 2007», ergänzt Rafaisz. Welchen Fortschritt die Firma auf Ebit-Stufe erzielt hat, wird sich erst mit den Zahlen zum 1. Halbjahr 2008 zeigen, wenn die eingeleiteten Massnahmen zur Margenverbesserung Früchte tragen sollten.