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Preisrutsch
Irans Förderabsichten lassen Ölpreise taumeln

Die Preise für ein Fass Rohöl sinken wieder. Grund für den jüngsten Kurssturz sind Äusserungen aus dem Iran: Das Land will schon bald seine Produktion hochfahren und die Angebotsflut erhöhen.

Veröffentlicht am 28.12.2015

Die Ölpreise bleiben auch in der letzten Handelswoche des Jahres unter Druck. Die Aussicht auf höhere Exportmengen durch das wichtige Förderland Iran habe die Preise belastet, hiess es aus dem Handel.

Am Montag fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Februar gegen Mittag auf 37,25 US-Dollar. Das waren 64 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 83 Cent auf 37,27 Dollar.

Iran lässt Preise sinken

Der Iran hatte erneut deutlich gemacht, dass er nach der Aufhebung der Sanktionen seine Rohölexporte rasch steigern wolle. So sollen die täglichen Exporte des Mitgliedsstaats der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) laut Ölminister Bijan Namdar Zangeneh innerhalb einer Woche nach der Aufhebung der Sanktionen um 500’000 Barrel erhöht werden.

Sollte der Iran tatsächlich soviel Öl zusätzlich in einen bereits überversorgten Markt exportieren, dann bestünde wenig Hoffnung auf eine Erholung der Ölpreise im ersten Halbjahr 2016, sagte ein Händler. Die Export-Pläne des Iran könnten die Ölpreise sogar noch tiefer drücken.

(awp/ise/mbü)

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