Der Franken ist zum Euro im vergangenen Monat um 2,3 Prozent stärker geworden. Das ist der grösste Anstieg seit dem Brexit-Referendum im Jahr 2016. Momentan notiert der Franken bei 1,15 Euro. Vor einem Monat kostete er noch 1,18 Euro.

Dennoch hat die Schweizerische Nationalbank SNB bisher wohl nicht interveniert, um die Aufwertung zu bremsen. Darauf hin deuten Rückgänge bei den sogenannten Sichteinlagen.

Die Sichteinlagen, die Barmittel der Geschäftsbanken bei der SNB, gingen nach den jüngsten Daten für eine zweite Woche im Zeitraum bis zum 9. Februar zurück. Ein Anstieg wird oft als Signal für einen möglichen Eingriff gesehen.

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Kurs von 1,20 erwartet

SNB-Sprecherin Silvia Oppliger lehnte gegenüber der Nachrichtenagentur «Bloomberg» eine Stellungnahme ab. Die Währung ist im Vergleich zu den Durchschnittswerten der letzten Jahre immer noch schwächer.

«Bloomberg» geht davon aus, dass der Franken bis zum Jahresende wieder schwächer und sogar auf 1,20 fallen wird. Die jetzige Erstarkung sei nur ein kleiner Ausrutscher in einem breiteren Trend der Abschwächung.

(Bloomberg/bsh)