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Spekulationen
Italien bringt Aktien in Fernost unter Druck

Börsenchart in Tokio am 30. Mai: Die Politik in Europa gibt immer noch Anlass zur Sorge. Keystone

Die Angst vor möglichen Neuwahlen in Italien hat Anleger in Fernost vorsichtig gemacht. Dank einem grossen Techkonzern konnte sich der Nikkei aber dennoch halten.

Veröffentlicht am 30.05.2017

Die Spekulationen auf Neuwahlen in Italien und die noch ausstehende Freigabe weiterer Hilfsgelder an Griechenland haben die Aktienmärkte in Fernost am Dienstag belastet. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,2 Prozent. Die Tokioter Börse schloss kaum verändert. Insgesamt fiel der Handel wegen mehrerer geschlossener Märkte schwach aus. Wegen Feiertagen ruhte etwa der Handel in China und Taiwan. Auch aus den USA fehlten feiertagsbedingt die Impulse.

Die Furcht vor einem Erstarken des europakritischen Lagers und einer damit verbundenen weiteren Schwächung der Europäischen Union trieb den Yen als vermeintlich sichere Anlage an. «Auch wenn der Markt negativ auf die Nachrichten aus Italien reagiert hat, wird er bald wieder Fuss fassen, denn die Wahrscheinlichkeit eines EU-Austritts Italiens bleibt im Moment sehr gering», beruhigte aber ein Aktienstratege.

Softbank legt zu

Der Nikkei-Index schloss fast unverändert 0,02 Prozent niedriger bei 19.678 Punkten. Die Verluste wurden durch ein Plus des Index-Schwergewichts Softbank begrenzt. Die Aktien des Mobilfunkkonzerns legten um 2,8 Prozent zu. Hintergrund waren Berichte über ein neues Chipdesign des von Softbank übernommenen britischen Chipentwicklers ARM Holdings.

Der Euro geriet nach Äusserungen des früheren italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi zu vorgezogenen Wahlen ebenfalls unter Druck. Im asiatischen Handel verlor er 0,4 Prozent auf 1,1114 Dollar. Der Dollar gab auf 110,94 Yen nach.

(reuters/gku/me)

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