Ermittlungen der Mailänder Staatsanwaltschaft gegen Konzernchef Vincent Bollore haben Vivendi am Freitag zugesetzt. Die Aktien des französischen Medienunternehmens fielen um bis zu fünf Prozent auf 16,15 Euro und waren damit Schlusslicht im Pariser Auswahlindex CAC40.

Einem Insider zufolge ermitteln die italienischen Behörden wegen möglicher Kursmanipulationen im Zusammenhang mit dem Einstieg beim Rivalen Mediaset. Bollore war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Streit um Mediaset

Vivendi und der Medienkonzern des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi waren wegen des geplatzten Verkaufs der Bezahlfernseh-Sparte von Mediaset in Streit geraten. Daraufhin stieg Vivendi Ende 2016 bei Mediaset ein und stockte seine Anteile im Wettstreit mit Berlusconi sukzessive auf.

Der italienische Konzern beschwerte sich wegen dieses Vorgehens bei den Behörden. Zeitungsberichten zufolge prüft auch die italienische Medienaufsicht den Fall und die Regierung in Rom kündigte strengere Gesetze gegen feindliche Übernahmen an.

(reuters/gku/cfr)