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Italiens Flugsicherung trotz Brexit-Fragen aufs Parkett

Flugsicherung: Die Italiener halten an Börsenplänen fest. Keystone

Italien treibt den geplanten Börsengang der Flugsicherung Enav trotz Marktunsicherheiten nach dem Brexit-Votum voran. Das Beispiel der Post stimmt das Wirtschaftsministerium optimistisch.

Veröffentlicht am 08.07.2016

Ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums sagte, die Regierung habe Vertrauen in den Wert des Unternehmens und in die italienischen Kapitalmärkte. Allerdings fiel die Bewertung mit 1,9 Milliarden Euro niedriger als von Analysten mit bis zu 2,5 Milliarden Euro erwartet aus. Der Börsengang sei ab dem 11. Juli geplant.

Enav befindet sich zu 100 Prozent in Staatsbesitz und beschäftigt rund 4200 Mitarbeiter. Die italienische Regierung plant, bis zu 46,6 Prozent zu verkaufen. Insgesamt will der Staat allein im laufenden Jahr acht Milliarden Euro über Privatisierungen einnehmen. Enav ist in dem Land die einzige Firma, die Flugsicherungsdienste anbietet. Sollte der Börsengang erfolgreich sein, wäre Enav die erste Flugsicherung auf dem Kontinent, die gelistet ist.

Hoffnung nach Post-Börsengang

Beim Börsengang der Post im Oktober in Mailand hatte Italien knapp 3,4 Milliarden Euro erlöst. Es war die grösste Privatisierung in dem Land seit einem Jahrzehnt.

(reuters/chb)

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