In vielen Geschäftsbereichen sind sie erbitterte Konkurrenten: Google und Microsoft buhlen bei Online-Werbung, Suchmaschinen und Bürosoftware um Kunden. Beide haben nun Zahlen vorgelegt (4. Quartal bei Microsoft, 2. Quartal bei Google) und dabei Kursverluste von 6 und 9% einstecken müssen.

Ursache waren (zu) hohe Erwartungen, anderseits ein schwacher Ausblick. So sagte Google-Chairman Eric Schmidt, dass die Kunden in den USA und in einigen europäischen Ländern die Werbebalken weniger oft anklicken. Die Konsumenten sind auch bei Online-Käufen zurückhaltend geworden. In der Folge lag der Gewinn pro Aktie mit 4.63 Dollar 11 Cent unter dem Analystenkonsens. «Google ist nicht immun gegenüber einer schwächeren Wirtschaft», sagt dazu Lehman-Analyst Douglas Anmuth. Er hat seine Gewinnschätzung für das kommende Jahr auf 23.57 Dollar pro Aktie gesenkt.

Wenig zu lachen hat auch IT-Riese Microsoft. Der Konzern wollte seine schwächelnde Marktposition mit der Yahoo-Übernahme überwinden. Das ist aber nicht gelungen. Im letzten 4. Quartal verdiente Microsoft bei einem Umsatz von 15,84 Mrd Dollar nur 46 Cent pro Aktie. Analysten hatten mit einem Gewinn pro Aktie von 47 Cent gerechnet. Dank gutem Gewinnwachstum und tiefer Bewertung (KGV 12) empfiehlt Credit Suisse die Microsoft-Aktie zum Kauf.

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