In Japan stehen Regierung und Notenbank bereit, um auf mögliche Turbulenzen an den Finanzmärkten wegen der Entwicklung im griechischen Schuldenstreit zu reagieren. Notenbankchef Haruhiko Kuroda sagte am Montag vor Eröffnung der Börsen, sein Land stehe dazu auch in Kontakt mit den entsprechenden Institutionen in Übersee.

Instrumente umfassend nutzen

Falls erforderlich, werde Japan auf Entwicklungen reagieren. Finanzminister Taro Aso erklärte nahezu zeitgleich, Regierung und Notenbank würde die Entwicklungen genau beobachten. Er fügte hinzu, die Finanzminister der Euro-Länder und die Europäische Zentralbank würden die ihnen zur Verfügung stehenden Instrumente umfassend nutzen, um die Stabilität der Euro-Zone zu sichern.

Zuvor hatte bereits ein Regierungsvertreter Reuters gesagt, Tokio stehe in engem Kontakt mit anderen Regierungen in Übersee und analysiere die Informationen. Die japanische Regierung sei bereit, bei Bedarf auch mit Eingriffen am Finanzmarkt zu reagieren. Welche Werkzeuge dabei eingesetzt werden könnten, liess er offen.

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An den Aktienmärkten wurden in Folge des Votums deutlich fallende Kurse erwartet. Der Yen stieg zum Euro, nachdem die Griechen sich in dem Referendum hinter ihren Regierungschef Alexis Tsipras gestellt hatten. Ob das Votum die griechische Position stärkt, in Verhandlungen mit den Geldgebern bessere Bedingungen auszuhandeln oder ob es das Land näher an ein Ausscheiden aus dem Euro heranführt, ist noch unklar.

(reuters/chb)