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Aktienmarkt
Japanische Aktien starten schwach – das sorgt für Chancen

Fussgänger der denn Nikkei Index anschaut
Fussgänger in Japan: Anfangs Jahr startete der japanische Aktienmarkt eher schwach. Quelle: Getty Images

Nach einem fulminanten Endspurt im letzten Jahr haben die japanischen Aktienmärkte einen schwachen Start ins neue Jahr hinter sich. Das sorgt für Chancen.

Von Matthias Jenzer*
am 04.04.2018

Bei der Firmengewinndynamik geht die Post ab

Das Gesamtwirtschaftswachstum sowie die Inflationsentwicklung bleiben in Japan trotz massiver geldpolitischer Intervention der Zentralbank lahm. Da kommt keine wirkliche Freude auf. Anders sieht’s bezüglich der Firmengewinndynamik aus – da ging und geht die Post ab! Auf der Basis des MSCI Japan Index wuchsen die Firmengewinne in Japan während der vergangenen 12 Monate um satte 30 Prozent. Für die kommenden 12 Monate wird ein immer noch sehr solides Gewinnwachstum von 13 Prozent erwartet.

Der Yen könnte in naher Zukunft wieder schwächer werden

Der japanische Aktienmarkt konnte mit der fulminanten Firmengewinndynamik während der vergangenen 12 Monate nicht mithalten. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis ist folglich signifikant gesunken – auf derzeit magere 13.5. Der Aktienmarkt ist günstig bewertet. Das Risiko für einen zähen, lange andauernden «Bea»-Markt scheint gering. Die japanische Zentralbank hat gerade jüngst wieder bestätigt, dass sie derzeit keinerlei Grund sieht, sich von ihrem extrem aggressiven geldpolitischen Kurs zu verabschieden. Dies erhöht die Chance, dass der Yen in naher Zukunft wieder zur Schwäche neigen wird, was die Firmengewinndynamik wieder signifikant beflügeln würde. Einem solchen Rückenwind könnte der Aktienmarkt nur «widerstehen», wenn die Vorlagen aus New York für längere Zeit schwach blieben. Auch das scheint unwahrscheinlich.

Auf einen schwachen Jahresstart folgt gewöhnlich ein Jahresendspurt

Ein schwacher Start ins neue Jahr ist für den japanischen Aktienmarkt nichts Aussergewöhnliches – siehe 2016 und 2017. Ebenfalls nichts Aussergewöhnliches sind bärenstarke zweite Jahreshälften – siehe 2016 und 2017. Aller guten Dinge sind drei. Jetzt Kaufen bevor wieder die Post abgeht! Als Kaufobjekte bieten sich günstige ETFs auf währungsabgesicherter Basis an (die Währungsabsicherungskosten sind aus CHF-Sicht sehr gering).

Matthias Jenzer, CIO, Quilvest (Switzerland) Ltd

 

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