Die meisten asiatischen Aktien haben kurz vor dem Jahreswechsel weiter zugelegt. Der Stoxx Asia/Pacific 600, der die 600 grössten börsennotierten Unternehmen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, kletterte am Montag zuletzt um 0,67 Prozent auf 135,35 Punkte. In Japan schaffte der Nikkei seinen grössten Jahresgewinn seit 1972, während der Yen im Vergleich zum Dollar weiter an Boden verlor.

Der Leitindex an der Börse in Tokio schloss am letzten Handelstag im alten Jahr 0,69 Prozent fester bei 16 291,31 Punkten. Seit Jahresbeginn hat der Nikkei damit knapp 57 Prozent zugelegt. Bereits in der vergangenen Woche hatte das Börsenbarometer seinen höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren erreicht. Für die gute Stimmung an der Tokioter Börse sorgte zuletzt unter anderem die Hoffnung auf weitere geldpolitische Massnahmen der Bank of Japan. Anders als die Fed in den USA, die ihre Anleihenkäufe nun zurückfährt, bleibt die japanische Notenbank bei ihrer expansiven Geldpolitik. Beobachter hoffen sogar auf eine noch weitere Lockerung.

Strukturelle Reformen in China fordern Tribut

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Die chinesischen Börsen tendierten derweil zum Wochenstart uneinheitlich. Der CSI 300, der die Aktien der 300 grössten festlandchinesischen Unternehmen mit einer Börsennotierung in Shanghai oder Shenzhen enthält, rutschte um 0,17 Prozent auf 2299,46 Zähler. An der Hongkonger Börse schloss der Hang Seng Index mit plus 0,01 Prozent auf 23 244,87 Punkte nahezu unverändert. Ein Marktexperte sagte, die anstehenden strukturellen Reformen in China dürften an den dortigen Aktienmärkten ihren Tribut fordern. Viele Beobachter befürchten, dass das Wachstum in China sich weiter verlangsamen könnte, da die Regierung in Peking auf weniger Abhängigkeit vom Export setzt und statt dessen den Binnenkonsum stärken will. Für 2013 erwartet die Regierung bereits das schwächste Wachstum seit den 1990er Jahren.

Unter den Einzelwerten standen in China vor allem die Telekommunikationstitel im Fokus. Sie profitierten von umfangreichen Investitionsplänen der chinesischen Regierung in das Mobilfunknetz. So rückten etwa die Titel von Fiberhome Telecommunications Technologies um rund zwei Prozent vor.

Indien verbucht leichte Verluste

Die Börse in Indien verbuchte leichte Verluste. Der Sensex gab zuletzt um 0,30 Prozent auf 21 130,23 Zähler nach. Am australischen Aktienmarkt ging es dagegen nach oben. Der ASX 200 schloss in Sydney um 0,61 Prozent fester bei 5356,80 Punkten. Eisenerzproduzenten legten zu. Wegen des nahenden Wirbelsturms «Christine» wurde in Nordaustralien zuletzt die Verladung von Eisenerz gestoppt.

(awp/moh)