Trotz tiefen Zinsen und niedrigen Renditen bei festverzinslichen Produkten haben Anleger in den ersten drei Monaten dieses Jahres verstärkt Obligationen gekauft. Zu diesem Resultat kommt die britische Fondsanalysegesellschaft Citywire, die im Auftrag der «Handelszeitung» entsprechende Daten ausgewertet hat.

So floss zwischen Januar und März jeder dritte Franken in einen Obligationenfonds, dahinter folgen Mischfonds, die sowohl in Anleihen als auch Dividendenpapiere investieren. Ingesamt verzeichneten die in der Schweiz zugelassenen Fonds im ersten Quartal 2015 Neugeldzuflüsse in der Höhe von 91 Milliarden Franken.

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Schweizer Aktien sind weniger gefragt

Das überrascht insofern, weil Anlageexperten seit Monaten raten, von Obligationen in Aktien umzuschichten. Allerdings gehörten reine Aktienfonds im ersten Quartal 2015 zu den weniger stark gefragten Produkten. Ihnen flossen ein Viertel der neu investierten Gelder zu.

Zu den beliebten Regionen gehörte die Eurozone, die zu Beginn des Jahres von der geldpolitischen Lockerung der Europäischen Zentralbank (EZB) profitiert hatte. Weniger gefragt waren Schweizer Aktien. Bis März wurden lediglich 34 Millionen Franken in entsprechende Fonds investiert. Zu den grössten Verlierern der ersten Monate gehören insbesondere Anlageprodukte, die auf US-amerikanische Aktien und Obligationen setzen. In Erwartung der ersten Zinserhöhung seit 2006 zogen Investoren mehrere Milliarden Franken aus diesen Produkten ab.

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