Der Euro hat am Dienstag im frühen Handel einen Teil seiner Vortagesgewinne abgegeben und ist unter die Marke von 1,12 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Morgen mit 1,1185 Dollar gehandelt. Das ist rund ein halber Cent weniger als noch im frühen asiatischen Handel.

Der Franken, der sich in der Nacht auf Dienstag deutlich abgewertet hatte, verteuerte sich im frühen Geschäft wieder leicht zum Euro. Aktuell kostet ein Euro 1,0406 Franken nach 1,0414 Franken am Montagabend. Analog dazu legte auch der US-Dollar zu, der zu 0,9303 Franken nach 0,9268 Franken am Abend gehandelt wird.

Erneute SNB-Intervention naheliegend

Die Geschwindigkeit, mit der sich der Franken in der vergangenen Nacht, abgewertet hat, wirft die Frage auf, ob die Schweizerische Nationalbank (SNB) erneut am Markt interveniert hat, wie dies bereits am Vortag der Fall gewesen ist. SNB-Präsident Thomas Jordan hatte gestern am «Swiss International Finance Forum» mit der Aussage überrascht, die Nationalbank sei «stabilisierend am Markt aufgetreten».

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 Üblicherweise schweigt sich Jordan über aktuelle Aktivitäten aus. Auf Anfrage von der Nachrichtenagentur AWP teilte die SNB mit, dass die jüngste Bewegung nicht kommentiert werde.

Eurokurs nicht nachhaltig belastet

Insgesamt hat die dramatische Entwicklung in Griechenland am Wochenende den Eurokurs nicht nachhaltig belastet. Der Kurs liegt aktuell sogar etwas über dem Niveau vom Freitagabend. «Während sich die Lage in Griechenland zuspitzt, zeigt sich der Devisenmarkt weiterhin gelassen», schreibt die Commerzbank in einem Kommentar. «Die Lorbeeren gehören der EZB, die mit ihrem Versprechen, dass sie all ihre Instrumente nutzen würde, um Ansteckungseffekte einzudämmen, Spekulationen binnen kurzer Zeit den Garaus gemacht hat.»

Im weiteren Handelsverlauf könnten noch die Verbraucherpreise aus der Eurozone für den Monat Juni den Devisenmarkt bewegen.

(awp/ise/ama)