Das Pharmaunternehmen Cosmo hat sich bei der geplanten Abspaltung und dem IPO der Tochter Cassiopea gegen eine eventuell entstehende Angebotspflicht abgesichert. Das Unternehmen hat bei der Übernahmekommission (UEK) beantragt, dass beim Unterschreiten des Schwellenwertes von 50 Prozent der Stimmrechte und einem späteren wieder Überschreiten der Grenze keine Angebotspflicht zulasten von Cosmo ausgelöst wird. Damit kann die Aufnahme einer Opting-Out-Klausel in die Cassiopea-Statuten vermieden werden.

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Diesem Antrag wurde bereits am 8. Juni von der UEK stattgegeben, jedoch erst mit der Veröffentlichung des Angebotsprospektes für die Cassiopea-Aktien publiziert. Der Verwaltungsrat von Cassiopea unterstützt den Entscheid, wie aus einer am Mittwoch in der NZZ veröffentlichten Stellungnahme hervor geht.

Beteiligung sinkt unter 50 Prozent

Cosmo bringt Cassiopea per Spin-Off an die Schweizer Börse Six und verkauft 4,8 Millionen Aktien oder 48 Prozent der Anteile. Damit sinkt die Beteiligung an der Dermatologie-Tochter von derzeit 97 Prozent auf unter 50 Prozent, bleibt aber über der regulatorisch wichtigen Schwelle von 33 Prozent. Sollte Cosmo zu einem späteren Zeitpunkt wieder mehr als die Hälfte der Stimmrechte halten, hätte dies nach dem Aktienrecht eine Angebotspflicht ausgelöst.

Die Cassiopea-Aktien werden mit einer Preisspanne von 30 bis 40 Franken den bestehenden Aktionären und neuen Investoren angeboten. Das Bookbuilding hat am 22. Juni begonnen und wird voraussichtlich am 2. Juli 2015 abgeschlossen. Ein Teil der Aktien ist dabei für Cosmo-Aktionäre reserviert.

Vorzugs-Zeichnungsverfahren für bisherige Aktionäre

Den bestehenden Cosmo-Aktionären wird dabei ein Vorzugs-Zeichnungsverfahren eingeräumt. Für jede gehaltene Cosmo-Aktie können sie 0,1284 Cassiopea-Aktien zeichnen. Eine Gruppe von Ankeraktionären, die rund 62,8 Prozent an Cosmo halten, haben sich wie bekannt verpflichtet, rund 1,16 Millionen Cassiopea-Aktien zu kaufen. Für die übrigen Cosmo-Aktionäre sind 687'947 Aktien reserviert.

(awp/gku/ama)