Nach dem verpassten Ziel einer gemeinsamen Medikamentenstudie mit Novartis und dem daraus resultierenden Einbruch der Cytos-Aktie um 40% stellt sich die Frage nach der Unabhängigkeit der Firma. Auf Anfrage äussert sich Cytos-CEO Wolfgang Renner eindeutig: «Kurzfristig ist die Unabhängigkeit von Cytos nicht gefährdet, denn bis 2012 ist die Finanzierung sichergestellt.» Bezüglich der nun unter Erwartung ausgefallenen Studien zu einem Mittel gegen die Nikotinsucht ist Renner weiterhin der Überzeugung, dass die Entwicklung eines solchen Wirkstoffs möglich ist. «Allerdings müssen wir uns natürlich fragen, wie wir dieses Ziel am ehesten erreichen», so Renner. «Unser derzeitiges Modell über einzelne Produktpartnerschaften ist ein Weg.»

Novartis will Studie fortsetzen

Auf die Frage nach der verpassten Meilensteinzahlung von Novartis meint Renner: «Damit Novartis weitere Meilensteinzahlungen entrichtet, müsste der Nikotinimpfstoff erfolgreich weiterentwickelt werden. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich ungewiss. Novartis führt auf alle Fälle die laufende Studie weiter und wird nach Abschluss aller Auswertungen entscheiden, wie es weitergeht.»

Cytos arbeitet mit Novartis ausserdem auch an einer Impfung gegen Alzheimer und mit Pfizer an weiteren Projekten, was Klumpensrisiken mindert.