An der Schweizer Börse haben die Kurse vorbörslich weiter nachgeben. Die Furcht vor einer restriktiveren Geldpolitik, die in der vergangenen Woche für kräftige Kursverluste gesorgt hatte, hat die Anleger weiter im Griff. In Fernost sind die Börsen gefallen.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,6 Prozent schwächer mit 7374 Punkten. Der SMI-Future sank um 0,6 Prozent auf 7365 Zähler. In der Vorwoche hatte der Leitindex fast 3 Prozent an Wert eingebüsst.

«Die Marktteilnehmer müssen sich noch daran gewöhnen, dass der Geldsegen abebbt», sagte ein Händler. Das werde noch einige Zeit für volatile Märkte sorgen. «Wenn die Unternehmen gute Zahlen vorlegen, gibt es aber keinen Grund, warum die Kurse nicht wieder steigen sollten.» Hinweise auf die weitere Entwicklung erwarten die Anleger vom deutschen Ifo-Index und den US-Konjunkturdaten am Nachmittag.

Für den Rückversicherungskonzern Swiss Re haben Dividendenerhöhungen weiterhin Priorität. Das Unternehmen will bis 2015 will die Kosten um 250 bis 300 Millionen Dollar senken. Um die Eigenkapitalrendite zu maximieren soll die Verschuldung um mehr als vier Milliarden Dollar verringert werden.

Die Generika-Tochter Sandoz des Pharmakonzerns Novartis hat eine grossangelegte spätklinische Studie mit einem Biosimilar für Amgens Arthritis-Medikament Enbrel begonnen.

OC Oerlikon mit Grossauftrag

Die Bank Julius Bär will bis Ende 2014 im Deutschland-Geschäft nachhaltig profitabel werden, sagte der Deutschland-Chef Schlag der «FAZ».

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Die Artemis-Gruppe des Investors Michael Piper will nach eigenen Angaben bei dem hoch verschuldeten Stahlproduzenten Schmolz+Bickenbach mit einer substanziellen Minderheitsbeteiligung einsteigen. Derweilen dauert der Disput zwischen dem Düsseldorfer Hauptaktionär Schmolz+Bickenbach KG und dem Verwaltungsrat um die Kandidatur von Verwaltungsratsmitgliedern an.

Der Anlagenbauer Oerlikon hat einen Grossauftrag für Teppichgarn-Anlagen aus Saudi Arabien erhalten. Al Abdullatif Industrial Investment bestellte fünf Bulked Continuous Filament-Anlagen, die rund 13'000 Tonnen Teppichgarne jährlich produzieren können. 

(tno/aho/reuters)

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