Einige Aktionäre der Grossbank Credit Suisse haben sich am Montag zwar von ihren Papieren getrennt, doch der grosse Kurssturz nach der Gewinnkorrektur blieb aus. Die CS-Aktie kostete am Nachmittag etwa 0,7 Prozent weniger als am Freitagabend.

Der Gesamtmarkt gemessen am SMI blieb nahezu unverändert (+0,05 Prozent). Die Grossbank Credit Suisse hatte am späten Freitagabend mitgeteilt, dass sie mehr Mittel zurücklege für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Hypothekenpapieren in den USA. Für das vierte Quartal 2014 sei die Vorsorge dafür um 277 Millionen Franken angehoben worden.

Resultate angepasst

Entwicklungen bei branchenweiten Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen in den USA bezüglich Hypotheken hätten zur Erhöhung der Rückstellungen geführt, hiess es in der CS-Mitteilung. Weitere Details nannte das Finanzinstitut nicht.

Die CS passte wegen der höheren Rückstellungen auch ihre bereits veröffentlichten Resultate für das Geschäftsjahr 2014 an. Der bereits publizierte Reingewinn sank unter die Grenze von 2 Milliarden Franken, von 2,1 Milliarden Franken auf 1,875 Milliarden Franken. Die endgültige geprüfte Jahresrechnung 2014 werde im Geschäftsbericht 2014 enthalten sein, der am oder um den 20. März 2015 veröffentlicht werde.

Teure Hypotheken-Geschäfte

Ebenfalls erhöht hat die Bank die Bandbreite für Kosten aus Verfahren, welche nicht durch Rückstellungen gedeckt sind. Die Schätzung liegt neu zwischen 0 Franken und 1,8 Milliarden Franken. Zuvor lag der Maximalwert bei 1,3 Milliarden Franken.

Streitigkeiten um problematische Hypotheken-Geschäfte, die als Mitauslöser der Finanzkrise 2008 gelten, haben Grossbanken weltweit schon Unsummen gekostet. Erst am Mittwoch hatte die Grossbank Morgan Stanley angekündigt, nach jahrelangen Verhandlungen 2,6 Milliarden Dollar im Hypotheken-Streit an US-Behörden bezahlen zu müssen.

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(sda/ise/ama)