Der Wert der Aktien von Card Guard hat sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt. Auch mit dem Quartalsergebnis hat das auf drahtlose Herzfernüberwachungen spezialisierte israelische Unternehmen überzeugt: So stieg etwa der Umsatz im 1. Quartal um 75% auf 28,04 Mio Dollar. Von einem «glänzenden Ergebnis» spricht Vontobel-Analystin Carla Bänziger in ihrem Kommentar. Das kräftige Umsatzplus bei LifeStar ACT habe zu einem beeindruckenden Rentabilitätszuwachs geführt.

Im Schatten von Card Guard

Weniger erfreulich ist das Ergebnis von Oridion ausgefallen, deren Aktien in diesem Jahr bereits 16% verloren haben. Das ebenfalls aus Israel stammende Medtech-Unternehmen ist Marktführerin im Nischenmarkt für Kapnographie, der Messung der Atemluft in der Intensivpflege.

Im 1. Quartal sank der Umsatz von Oridion um 16% auf 9,44 Mio Dollar. Der Umsatzrückgang ist vor allem darauf zurückzuführen, dass noch immer keine Geräte an den Grosskunden Physio-Control geliefert werden konnten. Oridion erwartet allerdings, dass in den nächsten Monaten wieder mit normalen Verkäufen gerechnet werden kann. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 0,3 Mio Dollar, was in erster Linie dem Finanzertrag von 0,2 Mio Dollar zu verdanken war.

Krisenresistentes Insulin

Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Oridion bei Umsatz und Gewinn mit einem Nullwachstum und ab 2010 wieder mit einem Wachstum. Weniger optimistisch als das Management ist dagegen Vontobel-Analystin Carla Bänziger. Sie rechnet für 2009 mit einem Umsatzrückgang von 4,4%. Das Unternehmen leidet weiterhin unter den Auswirkungen der Wirtschaftskrise: Die Spitäler in-vestieren weniger, womit sich die Nachfrage nach Produkten der Kunden von Oridion abschwächt. Nichts von negativen Folgen der Rezession spürt dagegen offenbar der Burgdorfer Injektionssystemhersteller Ypsomed. Diabetiker brauchten in Krisenzeiten gleich viel Insulin wie sonst, sagte Verwaltungsratspräsident und Mehrheitsaktionär Willy Michel in einem Interview.

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Die Ypsomed-Aktien fielen im März dennoch kurzzeitig unter den Emissionspreis, haben sich aber wieder stabilisiert und liegen seit Jahresbeginn mit 6% im Minus. Die Mehrheit der Analysten bleibt skeptisch. 70% raten, die Titel zu verkaufen, unter anderem weil sie mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für 2010 von 24.7 hoch bewertet sind. Ypsomed wird am 26. Mai 2009 die Jahreszahlen 2008/09 vorlegen.