Das Anlagethema Nanotechnologie bewährte sich auch in diesem Börsenzyklus gut: Die im Basket-Zertfikat NANOT der Zürcher Kantonalbank ZKB zusammengefassten Aktien hatten bis vor zwei Wochen sowohl den Swiss Performance Index SPI als auch den S&P-500 geschlagen.

Wer vor weniger als einem Jahr eingestiegen ist, hat diese, entsprechend beiden Benchmarks, deutlich geschlagen. Und wer erst vor einem halben Jahr einstieg, gewann trotz Dollarschwäche 30% gut doppelt so viel wie die beiden Indizes. Einziger Wermutstropfen: Per saldo verloren auch hier die Käufer aus Emission etwas Geld, weil der Start kurz vor dem Höhepunkt des letzten Börsenzyklus vor drei Jahren erfolgte.

30 Prozent Wachstum pro Jahr

Diese defensiven Qualitäten sind bei Nanotechnologie erfreulich - denn eigentlich gilt die Branche zu allererst als Wachstums-story. Nanotechnologie verwendet Stoffe mit einer Grösse unter 100 nm um für Produkte, Verfahren und Materialien neue Eigenschaften zu nutzen. Im Alltag zählen beispielsweise mit winzig kleinen Silberpartikeln beschichtete Textilien dazu.

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Heute werden mit solchen Produkten weltweit Umsätze von 70 Mrd Dollar erzielt. Eine Analyse des deutschen Consultingunternehmens Bachofner geht von jährlichen Wachstumsraten von 30% aus, Experten sagen ein Marktvolumen bis zu 3 Billionen Dollar für das Jahr 2015 voraus.

Neue Namen mit dabei

Der Aktienbasket-Tracker NANOT läuft in diesen Tagen aus. Anleger, die weiterhin in dieser Branche investiert sein möchten, können deshalb in das Produkt NANOB wechseln. Die Laufzeit endet im Juli 2012, das Produkt ist, wie sein Vorgänger, wieder in Dollar denominiert. Laut den Derivateexperten der ZKB wurde jetzt die Titelauswahl den aktuellen Einschätzungen der Anlageexperten angepasst und umfasst auch neue Namen. Die Auswahl wurde so gestreut, dass vor allem etablierte Firmen mit solideren Finanzierungsgrundlagen und Produkten in den Basket eingeschlossen wurden.

Die 20 vertretenen und gleich hoch mit je 5% gewichteten Firmen haben denn auch Marktkapitalisierungen zwischen 200 Mio und 8 Mrd Dollar, 13 kommen aus den USA, 4 aus Deutschland und je 1 aus Irland, Japan und Singapur. Die Branchen, die hier durch die 20 Firmen vertreten sind, bilden eine Mischung aus High-tech und etablierter Industrie.

Von Abraxis bis Q-Cells

Abraxis BioScience, Affymetrix, Illumina und Life Technologies sind vier Biotech-Firmen aus den USA, derweil Amag Pharmaceuticals und Elan die Pharmabranche vertreten und FEI und NVE elektronische Komponenten herstellen. Ener1 und Maxwell Technologies befassen sich mit Energiespeicherung, First Solar und Q-Cells mit erneuerbarer Energie und Aixtron mit Halbleitertechnologie. Auch die weiteren Firmen aus den Bereichen Software, Wasseraufbereitung und Energieeffizienz benutzen Nanotechnologien.

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Das Ergebnis sind dann verbesserte Stoffe, höhere Effizienz bei der Energiegewinnung oder höhere Wirksamkeit bei Medikamenten - und damit Faktoren, die nicht nur bei Nanodimensionen im Labor, sondern auf der Mikro- und Makroebene der Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle spielen.