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Kryptowährung
Kryptodiebstahl: Japan kündigt Strafe an

Coincheck Diebstahl
Coincheck-Manager entschuldigen sich: Kunden sollen entschädigt werden.Quelle: Keystone

Die Krypto-Börse Coincheck muss nach dem Mega-Diebstahl mit einer empfindlichen Strafe der Behörden rechnen.

Veröffentlicht am 29.01.2018

Die japanischen Behörden haben ein Strafe gegen die Krypto-Börse Coincheck angekündigt, bei der Hacker Digitalwährung im Wert von rund 500 Millionen Franken erbeutet haben.

Die Finanzaufsicht fordert Gegenmassnahmen. Die Diebstahlopfer sollen entschädigt werden. Wie japanische Medien berichteten, rügte die Financial Services Agency (FSA) Coincheck, über keine ausreichenden Massnahmen zur Abwehr solcher Hackerangriffe zu verfügen.

Polizei plant Ermittlungen

Die Plattform wurde angewiesen, entsprechende Verbesserungen vorzunehmen. Auch die Polizei plane Ermittlungen zu dem Vorfall, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Das Unternehmen hat Sicherheitslücken eingeräumt.

Coincheck ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Digitalwährungen und der Schaden von 58 Milliarden Yen ist einer der grössten, den Hacker in dem Bereich je anrichteten. Coincheck hatte nach dem Vorfall am Freitag die Auszahlung von nahezu allen Kryptowährungen ausgesetzt. Am Sonntag hatte die Börse dann angekündigt, ihre rund 260'000 betroffenen Kunden für einen Großteil ihrer Verluste entschädigen zu wollen.

Coins falsch aufbewahrt

Die Regulierer hatten Insidern zufolge am Sonntag die rund 30 Kryptobörsen-Betreiber Japans vor möglichen weiteren Hacker-Attacken gewarnt und sie zu erhöhten Sicherheitsmassnahmen aufgefordert.

Coincheck hatte nach dem Diebstahl erklärt, die gestohlenen Coins vom Typ NEM seien in einem so genannten «hot wallet» statt in einem sichereren «cold wallet» ausserhalb des Internets aufbewahrt worden. Coincheck hatte dies mit technischen Schwierigkeiten und Personalmangel begründet.

Erinnerung an Mt. Gox

Im Jahr 2014 hatte eine Cyberattacke den einst wichtigsten Bitcoin-Handelsplatz Mt. Gox in die Pleite getrieben. Damals verschwanden etwa 850'000 Bitcoin im damaligen Wert von rund einer halben Milliarde Dollar.

(reuters/gku/me)

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