Gestützt auf Kursgewinne der Finanzwerte ist die Tokioter Börse am Donnerstag auf ein Zwei-Jahres-Hoch gestiegen. Der Nikkei-Index lag in der Spitze bei 20'481,27 Punkten und schloss 0,2 Prozent im Plus bei 20'347,48 Zählern. Der japanische Bankenindex gewann ein Prozent. Auslöser der Aktienkäufe war die Ankündigung der US-Notenbank Fed, mit dem Abbau ihrer billionenschweren Wertpapierbestände zu beginnen.

Ausserdem signalisierte sie eine weitere Zinserhöhung vor dem Jahresende. «Eine Zinserhöhung ist zwar negativ, aber die Zuversicht der Fed, dass die Wirtschaft stark genug ist, stützt die Marktstimmung», sagte Soichiro Monji, Chef-Anlagestratege des Vermögensverwalters Daiwa SB.  Weiter wertete der Yen ab und macht damit Waren japanischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger. Ein Dollar verteuerte sich um bis zu 0,4 Prozent auf 112,64 Yen. Parallel dazu stiegen die Aktien von Samsung an der südkoreanischen Börse auf ein Rekordhoch von 2,648 Millionen Won.

Händlern zufolge spekulierten Anleger auf ein Quartalsergebnis des Elektronikkonzerns über den Markterwartungen. Die Titel von SK Hynix waren 83'400 Won zeitweise so teuer wie zuletzt 2001. Die Chipfirma will gemeinsam mit dem Finanzinvestor Bain Capital für 18 Milliarden Dollar das Halbleiter-Geschäft des angeschlagenen japanischen Konkurrenten Toshiba übernehmen.

(sda/mbü)

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