Die Aussicht auf weitere Konjunkturhilfen in Japan und China hat die Kurse an den Aktienmärkten in Fernost kräftig angetrieben. In Tokio schoss der Nikkei-Index um 7,7 Prozent in die Höhe auf 18'770 Punkte. Das war der grösste Tagesgewinn seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Jahr 2008.

Angetrieben wurden die Kurse vor allem durch Ankündigungen des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe, die Unternehmensteuern zu senken. Auch in China erholten sich die Kurse. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans lag rund drei Prozent im Plus.

China schiesst Milliarden ein

In China legte der Leitindex der Börse Shanghai ebenso um rund zwei Prozent zu wie der Index der 300 wichtigsten Werte in Shanghai und Shenzhen. In Hongkong kletterte der Index sogar um rund drei Prozent. Anleger zeigten sich angesichts weiterer Konjunkturstützen wieder etwas optimistischer, wenngleich die Unsicherheit über die Wachstumsaussichten in China nicht gänzlich verschwand. Nach schwachen Ein- und Ausfuhrdaten hatte die Regierung in Peking angekündigt, die heimische Wirtschaft mit umgerechnet insgesamt zehn Milliarden Euro anzukurbeln.

Händlern zufolge trugen zur positiven Stimmung auch die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland bei, wonach die Exporteure einen Rekordumsatz erzielten. Zudem sorgte das kräftige Plus der US-Börsen am Dienstag für Auftrieb an Asiens Märkten.

In Tokio schossen unter den Bankenwerten Nomura mehr als acht und Daiwa rund sieben Prozent nach oben. Exporttitel wie Toyota und Honda stiegen um mehr als sechs Prozent.

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Der Euro tendierte zum Dollar schwächer mit 1,1153 Dollar.

(reuters/dbe/chb)