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Messtechnik
Landis+Gyr kommt an die Börse zurück

Landis+Gyr: Bald wieder an die Schweizer Börse. Keystone

Der japanische Technologiekonzern Toshiba bringt den Stromzählerproduzent Landis+Gyr an die Schweizer Börse. Der Börsengang ist im dritten Quartal geplant.

Veröffentlicht am 03.07.2017

In der Schweiz bahnt sich der zweite milliardenschwere Börsengang des laufenden Jahres an. Der Schweizer Messtechnikhersteller Landis+Gyr will noch im dritten Quartal an die Börse, wie das Unternehmen mitteilte. Die derzeitigen Aktionäre, der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba und die staatsnahe Innovation Network Corporation of Japan, würden beim Börsengang voraussichtlich ihre gesamten Anteile veräussern.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Landis+Gyr einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Dollar. Beim Börsengang des Gesundheitsunternehmens Galenica Sante strich der Verkäufer Vifor Pharma im April 1,9 Milliarden Franken ein.

«Aufregender Schritt»

Landis+Gyr-Chef Richard Mora, der erst seit wenigen Monaten im Amt ist, bezeichnete einen IPO an einer Telefonkonferenz als aufregenden Schritt in der 120-jährigen Wachstumsgeschichte des Unternehmens.

Mora schloss allerdings nicht aus, dass Landis+Gyr als Ganzes verkauft werden könnte. Der Mehrheitsbesitzer Toshiba prüfe weiterhin verschiedene strategische Optionen. Es gebe Interessenten für Landis+Gyr.

Aus Sicht von Landis+Gyr sei der Börsengang aber die bevorzugte Lösung, sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Entscheiden werde schliesslich Toshiba. Zur Wahrscheinlichkeit einer der beiden Varianten wollte sich der Sprecher nicht äusseren.

IPO für drittes Quartal angedacht

Laut Medienmitteilung dürfte ein Börsengang des weltweiten Marktführers für intelligente Stromzähler im dritten Quartal stattfinden. Die Besitzerfirmen planen die Veräusserung ihres gesamten Aktienkapitals. Mora wollte an der Telefonkonferenz keine Angaben zu einem möglichen Erlös des IPO machen.

Der japanische Technologiekonzern Toshiba hält derzeit 60 Prozent der Anteile an Landis+Gyr. Die restlichen 40 Prozent hält die staatsnahe Innovation Network Corporation of Japan (INCJ).

(reuters/sda/cfr/chb)

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