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Aktientausch
Linde schafft wichtigen Schritt zur Fusion mit Praxair

Linde: Es soll ein neuer Marktführer entstehen. Getty Images/Ulrich Baumgarten

50 Prozent der Linde-Aktionäre haben ihre Papiere in Anteilsscheine der fusionierten Linde plc getauscht. Bis am Dienstag müssen 75 Prozent der Aktien des Industriegase-Konzerns eingesammelt werden.

Veröffentlicht am 20.10.2017

Der Münchner Industriegase-Konzern Linde hat einen wichtigen Schritt zur Fusion mit dem US-Rivalen Praxair geschafft. Bis Freitagmittag haben mehr als 50 Prozent der Linde-Aktionäre ihre Papiere in Anteilsscheine der fusionierten Linde plc getauscht. Die Annahmequote stieg auf 50,8 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Das verbessert die Chancen, dass die Linde plc bis Dienstag (24 Uhr) die geforderten 75 Prozent der Linde-Aktien einsammelt, beträchtlich. Denn damit dürfen auch Indexfonds, die etwa den deutschen Leitindex Dax abbilden, ihre Anteile zum Umtausch einreichen.

Im Dax gehandelt werden nach den Regeln der Deutschen Börse von der kommenden Woche an die eingereichten Aktien. Nach früheren Angaben liegen zwischen 10 und 13 Prozent an Linde bei börsengehandelten Fonds (ETFs) und Indexfonds, die bei Übernahmeangeboten strengen Regularien unterliegen. Damit dürfte die Annahmequote im Endspurt sprunghaft steigen. Ein Indexfonds aus Grossbritannien hatte Finanzkreisen zufolge schon am Donnerstag getauscht.

29 Milliarden Euro Umsatz

Die Fusion zu einem führenden Industriegase-Konzern mit 29 Milliarden Euro Umsatz und einem Börsenwert von annähernd 70 Milliarden Euro soll im zweiten Halbjahr perfekt sein. Nach den Aktionären müssen auch noch die Wettbewerbsbehörden in der EU und anderen Ländern zustimmen. Sie dürften Auflagen machen, dass der fusionierte Konzern sich von einigen Geschäftsteilen trennt.

(reuters/gku)

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