Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) verschafft sich mit der Übernahme des Zürcher Fonds-Dienstleisters LB (Swiss) Investment den Zugang zum Schweizer Fondsmarkt. Der Kaufpreis beträgt rund 30 Millionen Franken.

Wie die LLB am Freitag mitteilte, erfolgt die Übernahme voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres. Die LB (Swiss) Investment AG beschäftigte per Ende letzten Jahres elf Mitarbeitende und betreute 51 Fonds mit einem Gesamtwert von 4,9 Milliarden Franken. Das verwaltete Vermögen der LLB-Gruppe steigt durch die Übernahme auf 32 Milliarden Franken.

Die LB (Swiss) Investment AG, gegründet 1995, ist seit über 20 Jahren im Schweizer Fondsmarkt im Geschäft. Noch-Besitzerin ist die Frankfurter Bankgesellschaft (Schweiz) AG.

Künftig drei Standorte

Der Kauf von 100 Prozent der Aktien des Zürcher Fonds-Dienstleisters eröffnet der LLB-Gruppe nach eigenen Angaben den «Eintritt in den attraktiven Schweizer Fondsmarkt». Die zweitgrösste Liechtensteiner Bank will mit dem Kauf ihr Fondsgeschäft stark ausbauen und in Zukunft von den drei Standorten Liechtenstein, Österreich und Schweiz betreiben.

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Zur Drei-Länder-Strategie passt der letzten Dezember bekannt gegebene Zukauf der österreichischen Semper Constantia Privatbank mit einem Kundenvermögen von 17 Milliarden Franken. Diese Übernahme geht ab Mitte dieses Jahres in zwei Schritten vonstatten. Letztlich sollen die LLB Österreich und die Semper Constantia zur Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) verschmolzen werden.

(sda/gku/bsh)