RICHEMONT. Gleich drei positive Nachrichten innerhalb weniger Tage für Richemont-Anleger. Jüngster Grund zur Zuversicht sind die schweizerischen Uhrenexporte für den Oktober. Mit einem Zuwachs von real 12% im Vergleich zum Vorjahreswert wurde ein Monatsresultat von 1,7 Mrd Fr. registriert. Damit belief sich die durchschnittliche Exportsteigerung während den ersten zehn Monaten dieses Jahres auf 16%, was einem Wert von 12,7 Mrd Fr. entspricht. Die Zürcher Kantonalbank spricht von einem bemerkenswerten Ergebnis.

Richemont erwägt BAT-Ablösung

Kurz zuvor erfreute der Genfer Richemont-Konzern seine Anleger mit der Mitteilung, dass eine Aufspaltung des Luxusgeschäfts von den anderen Bereichen, darunter insbesondere die 19,3%ige Beteiligung an der British American Tobacco (BAT), erwogen würde. Für Aktionäre wäre dieser Split begrüssenswert, weil damit der Luxusgüterbereich besser mit der Konkurrenz verglichen werden könnte. Ausserdem könnten Richemont-Anleger direkt Aktionäre bei BAT werden. Die BAT-Beteiligung entspricht 40% der aktuellen Börsenkapitalisierung von Richemont.Der Kursanstieg von zeitweise bis zu 8% nach Bekanntgabe der möglichen Geschäftsaufteilung dürfte auch auf die starken Ergebnisse des 1. Halbjahres 2007 zurückzuführen sein. Der Umsatz stieg um 11% auf 2,5 Mrd Euro und das Betriebsergebnis nahm um 28% auf 560 Mio Euro zu. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,7 für 2008 weist das Unternehmen zudem einen Discount zur Peer-Gruppe auf. Die Bank Vontobel sieht das Kursziel bei 85 Fr. (aktuell: 75 Fr.).

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