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Marine Le Pen macht die Börsen nervös

Marine Le Pen: Sie will erste französische Präsidentin werden. Keystone

Die guten Umfragewerte für Marine Le Pen sorgen an den Börsen für Unruhe. Immer mehr Anleger scheuen wegen der rechtsextremen Politikerin französische Staatspapiere.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Das Hoch für die rechtsextreme Marine Le Pen bei aktuellen Wahlumfragen macht Frankreich-Anleger nervös. Sie warfen am Montag Anleihen des Landes aus ihren Depots und trieben damit den Risikoaufschlag der zehnjährigen Titel zu den vergleichbaren deutschen Bundesanleihen auf den höchsten Stand seit viereinhalb Jahren.

Gleichzeitig gab der Pariser Auswahlindex CAC40 0,1 Prozent nach und gehörte damit zu den schwächsten europäischen Aktienindizes. Einige Investoren schichteten ihr Geld in kurz laufende und als sicher geltende deutsche Bonds um und drückten die Renditen der zweijährigen Papiere auf ein Rekordtief von minus 0,858 Prozent.

Steigende Chancen für Le Pen

In der zweiten Runde der französischen Präsidentschaftswahl steigen einer Umfrage des Instituts Opinionway zufolge die Chancen Le Pens für einen Sieg. Die Chefin des rechtsextremen Front National (FN) verkürzte ihren Rückstand auf den unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron auf 16 von 20 Prozentpunkten.

Ausserdem liege sie nur noch zwölf statt 14 Punkte hinter dem konservativen Kontrahenten François Fillon, gegen den wegen Scheinbeschäftigung von Familienangehörigen ermittelt wird. Die erste Wahlrunde werde Le Pen mit 27 Prozent der Stimmen für sich entscheiden. Macron und Fillon kämen auf jeweils 20 Prozent.

Vor zwei Wochen hatten andere Umfragen darauf hingedeutet, dass am 7. Mai 66 Prozent Wähler ihr Kreuz bei Macrons Namen machen, nur etwa ein Drittel bei Le Pen. Die FN-Chefin will ihr Land unter anderem aus der Euro-Zone führen.

(reuters/mbü/jfr)

 

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