Solange der Handschlag zwischen Jelmoli und SPS aussteht (siehe Seite 6), bleibt PSP Swiss Property die Nummer eins unter den Schweizer Immobiliengesellschaften. Im 1. Halbjahr 2009 hat sie nun auch die Stärke gezeigt, die einem Marktführer zukommt. So hat der Reingewinn dank Aufwertungen und Verkäufen mit 121,7 Mio Fr. die Erwartung deutlich übertroffen. Auf dieser Grundlage steckt PSP jetzt die Zielvorgaben für 2009 eine Stufe höher: Der Betriebsgewinn soll von 210 auf 215 Mio Fr. steigen. Sinken soll dagegen der Leerstand, und zwar von 9 auf 8%.

Obwohl gerade Letzteres im Branchenvergleich noch immer relativ viel ist, wurde das Vorhaben an der Börse freudig aufgenommen; die PSP-Aktie kletterte um knapp 3%. Damit hat sie 2009 um 18% zugelegt und die meisten Konkurrenten hinter sich gelassen. Der bei Immobilienaktien notorische Abschlag reduziert sich in der Folge auf geschätzte 5%, eine ebenfalls erfreuliche Entwicklung für die PSP-Aktionäre. Wer jetzt noch zukauft, sollte aber klar die defensiven Qualitäten des Papiers in den Vordergrund stellen: Schwächt sich die Wirtschaft weiter ab oder ziehen die Zinsen an, kann nämlich kaum mit grossen Kursgewinnen gerechnet werden. Das begrenzte Potenzial nach oben macht die Gesellschaft aber durch gute Lagen und breiten Mietermix wett: Zu den Mietern gehören Schwergewichte wie Swisscom. Ein weiteres Stabilitätsmerkmal ist die Dividendenrendite von über 4% auch heuer sollen die Ausschüttungen via steuergünstige Nennwertreduktion erfolgen.