Das Anlageuniversum für Privatanleger war bis vor einigen Jahren sehr überschaubar. Aktien einiger weniger etablierter Märkte, Obligationen und allenfalls Edelmetalle standen Privatanlegern zur Verfügung.

Oftmals mussten private Investoren neidvoll beobachten, wenn sich zum Beispiel in Schwellenländern oder Rohstoffen Chancen ergaben, diese aber für sie nicht investierbar waren. Denn an diesen Trends teilzunehmen, war oft nur unter grösserem Aufwand und Kosten möglich oder blieb institutionellen Investoren vorbehalten. Darüber hinaus war es schwierig, die persönlichen Vorstellungen hinsichtlich gewünschter Rendite und Risiko exakt umzusetzen.

Das Geheimnis des Erfolgs

Strukturierte Produkte zeichnen sich insbesondere durch zwei Aspekte aus. Erstens: Durch ein hohes Mass an Geschwindigkeit und Flexibilität bei der Lancierung neuer Produkte, bei gleichzeitig geringen Kosten. Zweitens: Durch vielseitige Ausgestaltungsmöglichkeiten bezüglich erwarteter Rendite und Risiko. Dadurch lassen sich nicht nur neue Märkte erschliessen und für Anleger handelbar machen, sondern auch individuelle Anlegerbedürfnisse befriedigen.

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Auch hier gilt das Gesetz: Einer höheren gewünschten Rendite steht immer ein höheres Risiko gegenüber. Der Vorteil: Strukturierte Produkte machen zukünftige Auszahlungen vorhersehbarer. Anleger können ihre Meinung gezielter umsetzen und die erwartete Rendite hinsichtlich des Anlageziels optimieren.

Eine Lösung für jede Marktphase

Ein Anleger, der zum Beispiel von steigenden Kursen einer Aktie ausgeht und Kursrückgänge ausschliesst, kann in Hebelprodukte wie Mini Futures oder Warrants investieren. Trifft die Prognose ein, hat der Anleger im Vergleich zur Aktie mehr verdient und seine Erwartungen damit optimiert umgesetzt. Doch Vorsicht, der Hebel wirkt in beide Richtungen. Hebelprodukte lassen sich aber auch konservativ einsetzen. Mit Mini-Future-Short-Zertifikaten oder Put Warrants lassen sich auf einfache Weise bestehende Portfolios gegen turbulentes Börsenwetter absichern. Erwartet ein Anleger eher seitwärts tendierende Kurse einer Aktie und schliesst Szenarien stark steigender und stark fallender Kurse aus, kann er Discount-Zertifikate oder Barrier Reverse Convertibles kaufen. Treffen die Erwartungen ein, hat der Anleger im Vergleich zur Aktie eine höhere Rendite erwirtschaftet und wiederum seine Meinung optimiert umgesetzt. Investoren, die zum Beispiel an steigenden Kursen des SMI partizipieren möchten, Kursrückgänge allerdings nicht ausschliessen und am Ende der Laufzeit mindestens das eingesetzte Kapital zurückerhalten möchten, bieten sich Kapitalschutzprodukte mit 100% Kapitalschutz per Verfall. Die Partizipationsrate ist hier in der Regel geringer als bei einem direkten Investment in den SMI. Allerdings erhalten Anleger den Nominalbetrag zurück, wenn der SMI am Ende der Laufzeit tiefer steht als zu Laufzeitbeginn.Strukturierte Produkte haben zahlreiche Märkte für Privatanleger zugänglicher gemacht, die ihnen bis anhin verschlossen blieben, und damit zur Emanzipation der Geldanlage für Privatanleger beigetragen. Anleger können heute in Emerging Markets wie die BRIC, Kasachstan, Argentinien, Mexiko, Afrika oder Malaysia in-vestieren.

Insbesondere Rohstoffe als Anlageklasse wurden durch strukturierte Produkte für Privatanleger erschlossen. Rohstoffindizes, Rohstoffsektoren, wie Agrar- oder Energierohstoffe, bis hin zu einzelnen Rohstoffen wie Weizen, Mais, Kupfer, Gold und Öl wurden durch Tracker-Zertifikate für jedermann handelbar.

Investieren, wo Chancen liegen

So können Anleger heutzutage dort investieren, wo sich Chancen auftun. Dabei müssen Schweizer Anleger ihren Heimatmarkt nicht verlassen. Eine stetig wachsende Anzahl strukturierter Produkte kann an der Scoach (Handelsplattform für strukturierte Produkte der Schweizer Börse) börsentäglich ge- und verkauft werden.

Das aktive Market-Making der Emittenten hat zum Ziel, stets ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen. Bei der Auswahl von Finanzprodukten sollte immer auf eine ausgewogene Mischung geachtet werden, um das Risiko möglichst breit zu streuen. Strukturierte Produkte sind Inhaberschuldverschreibungen. Anleger sollten daher stets auch die Bonität des Emittenten im Auge behalten und die Produkte über mehrere Anbieter verteilen.

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