Die Aktionäre von Schmolz + Bickenbach und Swissmetal können wieder etwas aufatmen. Bis März 2009 war ihre Performance durch die frei fallenden Preise für Basismetalle stark unter Druck geraten. Seither hat jedoch eine gewisse Bodenfindung auf dem Markt für Basismetalle eingesetzt, die eine Stabilisierung der industriellen Produktion zuliess. Die Aktie von Schmolz + Bickenbach reagierte darauf mit einem Kursanstieg von 94%, jene von Swissmetal mit einem Plus von 52%.

Während der Preis für Kupfer stark gegen oben tendiert, hat auch der Stahlpreis die Talsohle durchschritten und zeigt Aufwärtstendenzen, allerdings weniger ausgeprägt. Da die Kupferpreise Frühindikatoren für die Konjunktur sind, scheint ein gewisser Optimismus berechtigt.

Noch eine Delle erwartet

Trotzdem rechnet ZKB-Analyst Martin Schreiber nochmals mit einer Delle in der Entwicklung des Basismetall-Index, da die Bodenfindung stärker als erwartet sei. Schreiber konstatiert, dass mit den übertrieben positiven Reaktionen auf die Erholung der Metallaktien zu viel vorweggenommen worden sei. Aus diesem Grund rechnet er mit einer derzeit typischen Konsolidierungsphase.

Nach wie vor Unsicherheit

Laut Schreiber ist die Situation bei Schmolz+Bickenbach wie auch bei Swissmetal jedoch alles andere als sicher. Einerseits könnte der weltweit grösste Abnehmer, China, sich auf die inländische Produktion konzentrieren. Anderseits fehle es bei beiden Firmen an Transparenz: Anstelle von Quartalszahlen würden nur Halbjahreszahlen veröffentlicht. Zwar dürften sowohl Schmolz+Bicken-bach wie auch Swissmetal von der abnehmenden Volatilität der Schrott- und Metallpreise profitieren. Doch die akzentuierte Preis-/Kostensituation habe zu Bilanzschwächungen geführt, weshalb Schmolz+Bickenbach gezwungen war, mehr Eigenkapital aufzunehmen. Schreiber erwartet Gewinnkorrekturen nach unten und rät zum «Untergewichten» der Schmolz+Bickenbach-Aktie.

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