Enttäuschende Quartalszahlen von Microsoft und Google haben den US-Aktienbörsen einen Dämpfer verpasst. Die Bilanzen belasteten vor allem den Index der Technologiebörse Nasdaq.

Für Erleichterung sorgte bei Investoren indes eine Finanzreform in China, mit der sich Kredite für Firmen und Privatleute in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt verbilligen dürften. Vom bisherigen System profitierten besonders die grossen Staatsbanken, während Privatunternehmen hohen Zinsen zahlen müssen.

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Der Dow Jones schloss kaum verändert auf 15'543 Punkten. Der Nasdaq-Index fiel um 0,7 Prozent auf 3587 Zähler. Im Wochenvergleich legte der Dow Jones um 0,5 Prozent zu, während der Nasdaq 0,3 Prozent an Wert verlor.

Microsoft bricht um mehr als 11 Prozent ein

Der Suchmaschinenbetreiber Google schwächelt im Werbegeschäft und hat mit höheren Verlusten bei seiner neuen Tochter Motorola zu kämpfen. Dennoch stiegen Umsatz und Gewinn insgesamt deutlich. Mit dem Aktienkurs ging es dennoch um 1,5 Prozent abwärts.

Microsoft musste einen Rückgang des Betriebsgewinnes um 24 Prozent hinnehmen. Der Softwareriese hadert mit der Ablösung klassischer PCs durch Smartphones und Tablets. Auf seinen eigenen Tablet-PC Surface musste das Unternehmen 900 Millionen Dollar abschreiben. Die Aktie stürzte um über 11 Prozent ab.

Auch AMD massiv im Minus

General Electric (GE) und die Erdölfirma Schlumberger übertrafen dagegen mit ihren Quartalsergebnissen die Erwartungen. GE-Aktien zogen 4,6 Prozent an Wert an. Bei Schlumberger-Aktien betrug der Zuwachs sogar 5,4 Prozent.

Auf den Verkaufslisten der Börsianer standen die Aktien des Chipherstellers AMD. Bei AMD lief das zweite Quartal nicht so gut wie ein Jahr zuvor: Der Umsatz sank um rund 18 Prozent auf 1,161 Milliarden Dollar. Ein Nettoverlust von 74 Millionen Dollar stand anstelle eines Gewinns von 37 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum in den Büchern. Die AMD-Anteilsscheine brachen 13 Prozent ein.

(tno/sda)