Die Titel von Peach Property haben am Montagmorgen um über 16 Prozent an Wert eingebüsst, nachdem die Luxusimmobilienfirma am Freitag einen voraussichtlichen Verlust von 13 Millionen Franken für das Geschäftsjahr 2014 hat bekannt geben müssen.

Um 12 Uhr notierte die Aktie bei 10,70 Franken, was ein Minus von 16,4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Freitag bedeutet. Die Verlustmeldung habe überrascht, hiess es im Handel. Noch im Dezember stand der Aktienkurs bei über 15 Franken.

Für den Verlust macht Peach Property mangelhafte Leistungen von Unternehmen bei der technischen Gebäudeausrüstung sowie beim Innenausbau bei drei Projekten in Berlin und Hamburg verantwortlich. Dies habe zu «signifikanten» Mehrkosten geführt. Insgesamt werde die Erfolgsrechnung im zweiten Halbjahr 2014 dadurch einmalig mit rund 18 Millionen Franken belastet.

Mehrkosten sollen überwälzt werden

Mit den betroffenen Unternehmen sei die Zusammenarbeit vorzeitig beendet worden, hiess es. Man werde versuchen, diese Kostensteigerungen auf die verantwortlichen Unternehmen zu überwälzen.

Es seien rechtliche Schritte eingeleitet worden, schrieb Peach Property. Die Neuvergaben bei den jeweiligen Projekten seien mittlerweile soweit beauftragt respektive abgeschlossen, dass keine weiteren Belastungen zu erwarten seien.

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Höheres Bestandportfolio

Das Bestandsportfolio ist im Verlauf des Jahres deutlich gewachsen: Zum Jahresende verfügte Peach Property über 884 Wohnungen, verglichen mit 548 ein Jahr zuvor.

Die Mieterträge stiegen gemäss vorläufigen Zahlen 2014 um mehr als 30 Prozent auf rund 7,7 Millionen Franken. Der Marktwert per Ende 2014 wird auf 183 Millionen Franken beziffert, was einem Anstieg um rund ein Drittel gegenüber dem Wert per Ende 2013 entspricht.

Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015 zeigte sich die Firmenleitung zuversichtlich, wieder ein positives Ergebnis erzielen zu können. Am Ziel, die Eigenkapitalquote auf 40 Prozent zu steigern, wird festgehalten.

(sda/ise/ama)