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Referendum
Möglicher Brexit lastet schon heute auf dem SMI

Flaggen: Grenzt sich Grossbritannien bald von der EU ab?   Keystone

Bereits über eine Woche vor der Referendums-Abstimmung hält der mögliche Brexit die Finanzmärkte in Atem. Die Börsen taumeln, der Goldpreis steigt. Der Schweiz droht eine neue Frankenaufwertung.

Von Andrea Marthaler
am 13.06.2016

Das Schreckgespenst Brexit sorgt an den Börsen bereits mehr als eine Woche vor der Referendums-Abstimmung für Albträume: Anleger flüchten sich ins Gold. Der Goldpreis erreichte am Montag den höchsten Stand seit Anfang Mai. Die Rally könnte sogar noch weitergehen.

Im Gegenzug sind die Börsen unter Druck. In Asien schlossen sie am Montag tiefrot und auch die europäischen Börsen taumeln. Das lässt auch Schweizer Anleger nicht kalt. Bereits vergangene Woche beendete der Schweizer Leitindex SMI mit einem Minus von 2,8 Prozent. Am Montag beschleunigte sich der Abwärtstrend gar noch. Der SMI schloss mit einem Minus von 1,77 Prozent bei 7782 Punkten. Das ist der tiefste Stand seit Anfang Mai.

Händler erwähnten auch die Sitzungen der US-Notenbank Fed und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) als zusätzliche Unsicherheitsfaktoren. Die zwei Zentralbanken werden am Mittwoch und Donnerstag ihre geldpolitischen Pläne veröffentlichen.

Franken wertet auf

Auf dem Devisenmarkt hat die Angst vor einem möglichen Austritt Grossbritanniens aus der EU bereits Auswirkungen. Der Euro ist unter Druck, der Franken wertete jüngst deutlich auf. Am Montag erreichte die Schweizer Währung zum Euro den höchsten Stand seit gut drei Monaten.

Sollte es tatsächlich zu einem Brexit kommen, ist das jedoch erst die Spitze des Eisberges: «Die Investoren werden sich wohl Währungen wie dem Franken zuwenden, was diesen in die Höhe treibt», warnt Alexandre Sauterel vom Vermögensverwalters Fidelity im Interview mit finanzen.ch.

«Damoklesschwert Franken»

Für Sauterel ist der starke Franken «das Damoklesschwert, welches über dem Schweizer Markt hängt». Er befürchtet, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Exporteure noch weiter abnimmt und Unternehmen noch mehr Stellen abbauen müssen. «Dies wird den inländischen Konsum, eine zentrale Stütze der Wirtschaft, destabilisieren.»

Lesen Sie im vollständigen Interview auf finanzen.ch, wo Sauterel trotz der Risiken an den Finanzmärkten für Anleger noch Chancen sieht und von welchen Titeln er im Gegenwertigen Umfeld die Finger lassen würde.

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