Die Investmentbank Morgan Stanley traut dem europäischen Aktienmarkt nach der guten Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres noch einiges zu. Zwar dürfte sich das Kurswachstum verlangsamen, doch sei auf Zwölfmonatssicht ein prozentual zweistelliger Anstieg denkbar, schrieb Analyst Graham Secker in einer aktuellen Studie.

Der Experte sieht vor allem fundamentale Gründe für seine positive Einschätzung. So blickten die Volkswirte von Morgan Stanley optimistischer auf das Wirtschaftswachstum der Eurozone. Gründe seien die Euro-Abwertung, niedrigere Ölpreise, das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank sowie Anzeichen einer Wiederbelebung auf dem Kreditmarkt. Auch vor diesem Hintergrund dürften die Konsensschätzungen in puncto Unternehmensgewinne steigen.

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Parallelen zu Japans Aktienmarkt

Secker sieht Parallelen zum japanischen Aktienmarkt im Jahr 2013. Dort hatte der Nikkei-225-Index nach sehr guten ersten drei Monaten auch im zweiten Jahresviertel zugelegt. Wie zuletzt in der Eurozone habe es in Japan damals einen starken Zusammenhang zwischen einer Abwertung der heimischen Währung zum US-Dollar und den Kursgewinnen am Aktienmarkt gegeben.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone hatte seinen Höhenflug des ersten Quartals Anfang April fortgesetzt und war auf den höchsten Stand seit gut sieben Jahren gestiegen.

(awp/dbe/ama)