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Value-Wert
MyBucks – Günstiger Fintech-Wert mit Krypto-Phantasie

Fintech
Kryptowährungen: Der Hype beflügelt das Geschäft von Fintechs.Quelle: Getty Images

Der Fintech-Spezialist will die Kosten senken und Volumen bolzen. Der Einstieg ins Geschäft mit Transaktionen von Krypto-Geld bietet Phantasie.

Von Georg Pröbstl*
am 13.04.2018

Superschnelles Internet und 5G-Technologie im Mobilfunk, flutartige Verbreitung von Smartphones mit Verdopplung der Zahl der Nutzer weltweit zwischen 2013 und 2019 auf 2,7 Milliarden, Einführung von Kryptowährungen und ein rasant steigendes Volumen im mobilen Bezahlen – das Umfeld für Fintech-Unternehmen ist exzellent. In diesem Sektor mischt auch MyBucks mit.

Das Fintech-Unternehmen ist auf mobile Bankgeschäfte, Versicherungen und die Vergabe von Krediten via mobiler Endgeräte spezialisiert und verfügt derzeit über Kunden in zwölf Ländern weltweit – zehn davon in Afrika. Zwar verzeichnete der Konzern mit Sitz in Luxemburg bisher starkes Wachstum – so haben sich Volumen der ausgereichten Kredite und Erträge zwischen 2013/14 und 2016/17 auf 68,5 und 53,8 Millionen Euro jeweils in etwa vervierfacht. Doch das Ergebnis kam wegen hoher Refinanzierungskosten bisher nicht vom Fleck. In 2016/17 gab es sogar einen Verlust von -0.60 Euro je Aktie.

Günstigere Refinanzierung und Kostensenkungen…

Das dürfte sich jetzt aber ändern. Erst Mitte März meldete MyBucks eine erfolgreiche Neuverhandlung der Refinanzierungskonditionen mit deutlich günstigeren Zinssätzen. Alleine aus dem bestehenden Kreditvolumen sollen die Einsparungen bei 6 Millionen Euro jährlich liegen.
Dazu kommt: Wie gut informierte Kreise berichten, könnte sich das ausgereichte Kreditvolumen des Unternehmens schon auf Sicht von etwa 15 Monaten von derzeit geschätzt etwa 80 auf dann rund 200 Millionen Euro in etwa verdoppeln. Die Refinanzierungskonditionen für diese Neukredite sollen dann sogar noch günstiger sein, als die kürzlich verhandelten Bedingungen.

Das steigende Kreditvolumen und die günstigeren Konditionen sowie Skaleneffekte versprechen bereits im neuen Geschäftsjahr 2018/19 einen Anstieg des Gewinns vor Steuern in den Bereich von 30 Millionen Euro. Ein Ergebnis von etwa 1.80 Euro je Aktie könnte drin sein.

… und der Einstieg in Transaktionen von Krypto-Geld

Damit aber nicht genug. Vor wenigen Tagen meldete MyBucks eine Kooperation mit dem Fintech-Konzern NAGA Group. Das Unternehmen will künftig das Krypto-Wallet – eine Art Geldbörse für die Besitzer von Kryptowährungen wie Bitcoin – von NAGA in sein IT-System einbinden und damit in die Welt der Kryptowährungen einsteigen.

Da tun sich schöne Geschäftsmöglichkeiten in Form von Transaktionsgebühren auf. Denn MyBucks hat geschätzt etwa eine Million Kunden in Afrika – und zwischen Europa und dem schwarzen Kontinent gibt es regen Zahlungsverkehr. Bei einem geschätzten 7er-KGV im per Juli beginnenden Geschäftsjahr 2018/19 und den zusätzlichen Chancen auf hohe Ergebnisbeiträge aus Transaktionsgebühren hat die Aktie von MyBucks das Zeug zum schnellen Verdoppler.


MyBucks SA

ISIN: LU 140 497 550 7
Gewinn je Aktie 2018/19e: 1.80 Euro
KGV 2018/19e: 7,4
Dividende/Rendite 2017e: -
EK je Aktie: 2.50 Euro
EK-Quote: 12,9%
KBV: 5,3
Kurs/Ziel/Stopp: 13.30/23.50/9.30 €

* Georg Pröbstl ist Chefredaktor des Börsenbriefs Value-Depesche. Der Börsendienst ist auf substanzstarke, unterbewertete Aktien mit guten Perspektiven aus der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) spezialisiert. Performance des Musterdepots 1 Jahr: +18,7 Prozent (DAX: +5,6 Prozent), 3 Jahre: +51,8 Prozent (DAX: +14,9 Prozent). Seit Start im April 2010 steht ein Zuwachs von +374,2 Prozent (Dax: +96,9 Prozent)

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