Die Grossbank UBS führt generell Gebühren für Frankenguthaben anderer Banken ein. Diese werden per 21. Dezember erhoben, wie die UBS am Dienstagvormittag in einer Mitteilung über das Interbanken-Zahlungssystem Swift schreibt. Der Schweizer Franken schwächte sich in der Folge am Devisenmarkt ab.

Die UBS hatte bereits seit August 2011 für einzelne Bankenkunden solche Gebühren eingeführt. Mit der nun kommunizierten Ausweitung der Massnahmen sollen die Banken davon abgehalten werden, Cash-Guthaben bei der Schweizer Grossbank zu deponieren. Entsprechende Marktberichte bestätigte ein UBS-Sprecher der Finanznachrichtenagentur AWP.

Hohe Opportunitätskosten

Die Höhe der Gebühr soll den Kunden individuell mitgeteilt werden. Solche Cash-Positionen sind für die UBS mit beträchtlichen Opportunitätskosten verbunden.

Vergangene Woche hatte bereits die andere Schweizer Grossbank Credit Suisse verlauten lassen, dass sie für Frankenguthaben anderer Finanzinstitute Negativzinsen einführen will. Laut Medienberichten haben auch gewisse weitere Depotbanken unter anderem in den USA Negativzinsen für Franken sowie für dänische Kronen eingeführt.

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Franken verliert an Wert

Der Franken schwächt sich am Dienstagmorgen gegenüber dem Euro aber auch dem Dollar deutlich ab. Marktbeobachter führen dies vor allem auf die UBS-Ankündigung zurück. Daneben machten im Vorfeld der SNB-Lagebeurteilung vom Donnerstag auch erneut Gerüchte über eine Anhebung der Wechselkursuntergrenze durch die Schweizerische Nationalbank von heute 1,20 auf 1,25 Franken die Runde.

Der Euro notierte gegen 10.10 Uhr bei 1,2126 Franken, nachdem er am frühen Morgen noch unter der Marke von 1,21 Franken gehandelt worden war. Der Dollar stand gleichzeitig bei 0,9362 Franken, dies nach einem Tagestief von 0,9322 Franken.

(vst/awp)