Schlechte Nachricht für Postfinance und die Migros Bank: Nur 18 Prozent der Teilnehmer einer neuen Axa-Umfrage sind bereit bei Negativzinsen ihr Geld auf dem Konto zu lassen. Bei der Postfinance und bald auch bei der Migros Bank müssen Privatkunden mit einem Guthaben von über 1 Million aber draufzahlen.

Welche Alternativen sehen die Kunden? Einer von fünf würde im Fall von Negativzinsen das Geld abheben und zu Hause im Safe oder unter dem Kopfkissen aufbewahren. Fast gleich viele (19 Prozent) würden das abgehobene Bargeld in einem Safe oder Schliessfach bei ihrer Bank verstauen. Die beliebteste Ausweichmöglichkeit im Falle von Negativzinsen ist jedoch, das Geld in Immobilien zu investieren. 41 Prozent der Befragten würden sich von ihrem Ersparten entweder ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder renovieren.

Wenig Zuversicht beim Gewinn

Weder auf dem Bankkonto noch unter dem Bett lässt sich Geld vermehren. Sparer und Anleger scheinen sich mit diesen Aussichten aber zu arrangieren. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) rechnet mit unverändertem Wert – weder Gewinn noch Verlust. Optimistisch – über 2 Prozent Gewinn – schätzen nur gerade 8 Prozent ihre Geldentwicklung in diesem Jahr ein.

Die am Dienstag von AXA Investment Managers veröffentlichte Studie «Fondswissen 2017» hat immerhin für Finanzberater gute Neuigkeiten. Die Mehrheit der Schweizer wolle weiterhin ihre Anlageentscheidungen zusammen mit dem Berater fällen, so das Fazit.

(jfr)