Die Schweizer Börse dürfte wenig verändert bis etwas schwächer eröffnen. Nach dem Kurssturz vom Vortag rechneten Händler zwar mit einer technischen Gegenbewegung. Wie stark diese ausfällt, hängt aber sehr davon ab, wie die Marktteilnehmer auf den Quartalsbericht von Nestlé reagieren.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI vorbörslich um 0,3 Prozent tiefer auf 7514 Punkten. Der SMI Future notierte kurz nach Handelsbeginn um 0,5 Prozent schwächer mit 7460 Zählern. Am Vortag hat der Leitindex 2,4 Prozent eingebüsst.

Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat im ersten Quartal den Umsatz um 5,4 Prozent auf 21,9 Milliarden Franken gesteigert. Das organische Wachstum lag bei 4,3 Prozent. Dabei betrug das Interne Wachstum (RIG) 2,3 Prozent. Die Ziele für das Gesamtjahr bestätigte Nestle. Analysten hatten 22,6 Milliarden Umsatz erwartet. Europa wuchs am wenigsten. Händler sprachen von einer grossen Enttäuschung. Vorbörslich fiel die Aktie um 1,5 Prozent.

«A» für UBS bestätigt

Dagegen konnte Syngenta die Markterwartungen übertreffen. Dank der ungebremsten Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigerte der Agrarchemiekonzern die Verkaufserlöse im ersten Quartal um sechs Prozent auf 4,57 Milliarden Dollar. Analysten im Schnitt mit 4,56 Milliarden gerechnet.

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating «A» für die Grossbank UBS bestätigt. Der Ausblick wurde mit «stabil» bewertet.

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Im Verlauf dürfte der kleine Eurex-Verfall vom Freitag eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. «Viele Marktteilnehmer waren auf höhere Kurse positioniert und die hat es nun auf dem falschen Fuss erwischt», sagte ein Händler.

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(tno/aho/reuters)