Schuldenkrise und Konjunkturängste haben erneut eine Rekordjagd beim Goldpreis ausgelöst. Im frühen Nachmittagshandel sprang der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze auf 1635,90 US-Dollar, so hoch wie nie zuvor. Im Tagesverlauf konnte der Goldpreis um mehr als 20 Dollar zulegen. Auch auf Euro-Basis erreichte der Goldpreis ein neues Rekordhoch bei 1154,56 Euro.

Den Auslöser für die aktuelle Rekordjagd an den Goldmärkten sehen Experten in der US-Schuldenkrise und in unerwartet schlechten Konjunkturdaten aus den USA. Vor allem die zuletzt überraschend starke Eintrübung bei der Stimmung US-amerikanischer Einkaufsmanager habe die Sorge vor einem Abflauen der grössten Volkswirtschaft der Welt geschürt, erklärten Händler den starken Preisanstieg beim Gold.

Die Investoren wollen derzeit auf Nummer sicher gehen, hiess es weiter. Der Chefanalyst der Bremer Landesbank, Folker Hellmeyer, sprach von einer «fulminanten Erhöhung der Risikoaversion» an den Finanzmärkten. Der Ansturm auf vermeintliche sichere Anlagen hatte zuvor bereits den Schweizer Franken auf ein neues Rekordhoch im Handel mit dem Euro steigen lassen.

(laf/sda)

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